Bürgerverein Porz-Langel e.V.

gemeinsam für ein liebenswertes Langel mit dörflichem Charakter 


wir sind Mitglied in der Vernetzung - Einigkeit bei Bemühungen um Änderungen bei jahrzehntelanger mangelnder Infrastruktur 



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11.09.2020

 

 


 

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

 


 

 

anbei erhalten Sie, leider mit etwas Verspätung, die versprochenen Wahlprüfsteine des Bündnisses Porz-Mitte zu wichtigen Fragen der Porzer Innenstadt. Die Verspätung liegt zum wesentlichen Teil an Parteien, die sich nicht an den vorgegebenen Abgabetermin halten konnten. Nun schien es uns nicht sinnvoll, nur die fristgerecht eingegangenen 5 Antworten zu präsentieren, so dass wir auch angesichts der von uns gesetzten knappen Frist den Beantwortungszeitraum etwas verlängert haben.

 

 

Angeschrieben haben wir alle OB-Kandidaten und Kandidatinnen sowie die für den Rat in Köln und die BV in Porz kandidierenden Parteien des demokratischen Spektrums, sofern diese per E-Mail zu erreichen waren.

 

 

Tatsächlich haben sich viele Parteien sehr detaillierte Gedanken zu Porz gemacht, andere fallen eher durch mangelnde Ortskenntnis auf. Was die Prüfsteine angeht, sind die Positionen erfreulich unterschiedlich, so dass man tatsächlich verschiedene Oprionen hat und verschiedene Kombinationen von Lösungen zur Wahl stehen. Man hat also tatsächlich bei der Vielzahl der unterschiedlichen Positionen eine Wahl und die sollte man auch nutzen, wenn einem Porz am Herzen liegt.

 

 

Auch wenn manche Antworten länger ausfallen, verdienen sie unseres Erachtens doch auch genau gelesen zu werden, weil in vielen Fällen tatsächlich konkrete Vorstellungen genannt werden, für die um Unterstützung geworben wird. Und natürlich ist manche Antwort auch eher formelhaft und weniger aussagekräftig.

 

 

Bei dem angehängten Dokument machen die Fragen aus dem Anschreiben des Bündnisses Porz-Mitte den Anfang, damit Sie wissen, wonach wir überhaupt gefragt haben - vielleicht finden Sie ja manche Fragen wichtiger als andere oder interessanter, dann wissen Sie so, wonach Sie bei den Antworten genau schauen wollen. Dann folgen die Antworten der Parteien und Kandidatinnen bzw. Kandidaten in der Reihenfolge des Eingangs bei uns. Um redundantes Lesen unserer Fragen zu reduzieren, haben wir unsere Fragen, soweit sie in den Antworten enthalten waren, nur in verkleinerter Form übernommen. Die Antwort-Texte sind sonst unverändert aufgenommen worden, lediglich offensichtliche Rechtschreibfehler haben wir uns zu korrigieren erlaubt.

 

 

Grundsätzlich sind wir aber der Überzeugung, dass Kommunalpolitik als ehrenamtliches und oft auch uneigennütziges Engagement Anerkennung verdient, und dies kann sich zum Beispiel in der Wahlbeteiligung ausdrücken. Wenn man dann noch auf kommunaler Ebene eine solche Auswahl hat, wie sie die Wahlprüfsteine abbilden, dann hat man eine echte Auswahl.

 

 

Nutzen Sie die Wahl, stärken Sie die kommunale Demokratie und stärken Sie die Parteien und Kandidatinnen und Kandidaten, die Sie mit den für Sie richtigen Inhalten überzeugen konnten !

 

 

 

 

 

Mit besten Grüßen

 

 

für den Vorstand

 

 

Dr. Klaus Schäfer 

In der nachfolgenden PDF-Datei lesen Sie die Antworten von

 

 

Ratsgruppe GUT

 

 

Die Linke

 

 

VOLT

 

 

OB Kandidatin Sabine Neumeyer

 

 

OB Kandidat Robert Nussholz

 

 

SPD Porz

 

 

Klimafreunde Porz

 

 

FDP Porz

 

 

Bündnis 90/Die Grünen OV 7 

 

 

Frau OB Reker

 

 

CDU Porz




 

 






18.04.2020/28.04.2020/04.05.20211.05.2020/19.05.2020

 


Sehr geehrte Mitglieder,

anbei erhalten Sie einen Infobrief für die Monate Februar bis April 2020 sowie einen Link zu unserer Online-Bürgerbeteiligung. Denn trotz Corona-Krise gehen Planungen weiter, eben nur ohne Bürgerbeteiligung. Und da liegt, wie man dem Infobrief entnehmen kann, einiges im Argen und anderes schlicht brach. Grund genug für uns, uns einzumischen und die Verantwortlichen an die Verantwortung gegenüber Porz zu erinnern.

Ursprünglich hatte das Bündnis Porz-Mitte für den 2. April 2020 einen Bürgerworkshop im Porzer Rathaus zu den Themen "Gestaltung der Brücke über die Hauptstraße" und "Gestaltung des Rheinboulevards" geplant und vorbereitet. Gleichwohl kann die geplante Veranstaltung auf absehbare Zeit wegen des Coronavirus' nicht wie gedacht stattfinden.

Da die Stadt Köln nach eigener Aussage aber bereits mit den ersten Planungen begonnen hat, schien es uns vom Bündnis Porz-Mitte wichtig, hier die Belange und Wünsche der Bürgerschaft trotz Corona-Krise nicht aus den Augen zu verlieren, denn wenn die Vorplanungen ohne Bürgerbeteiligung erst einmal weit fortgeschritten sind, dann ist es umso schwerer, Bürgerwünsche noch einzubeziehen und im nachhinein Änderungen an den Planungen vorzunehmen.

Damit nun also die Corona-Krise nicht auch zu einer Krise der Bürgerbeteiligung wird, haben wir uns vom Bündnis Porz-Mitte dazu entschlossen, die Bürgerbeteiligung und Diskussion online fortzusetzen. Dafür hat das Bündnis Porz-Mitte 5 kleine Videoclips erstellt, in denen die wichtigsten Ideen vorgestellt und Probleme der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten erörtert werden, in der Hoffnung, so zum einen die Diskussion in der Bürgerschaft mit neuem Input anzuregen und zum anderen den Porzerinnen und Porzern etwas Ablenkung in diesen Zeiten zu bieten. Schließlich aber wollen wir auch die Stadt Köln dazu ermuntern, ebenfalls über andere Kanäle die Diskussion zu den möglichen Lösungen für Brücke und Rheinufer zu fördern.

In den kommenden 5 Wochen werden wir auf unserem neuen, eigens dafür angelegten Youtube-Kanal "Bündnis Porz-Mitte"  unter https://www.youtube.com/channel/UCYHtEQpwF-ajlzmnHJwO53A jeweils montags ein Video vorstellen und am Ende, nach dem 5. Film, eine anonyme Umfrage freischalten. Vielleicht abonnieren Sie unseren Kanal ja, damit Sie kein Video verpassen.

Den Anfang macht der 1. Film zur Notwendigkeit der Brückenverbreiterung   https://youtu.be/AykEF6F-GIA

Hier geht es darum deutlich zu machen, dass die Verbreiterung der Brücke wichtig für die Anbindung der Innenstadt an das Porzer Rheinufer ist - etwas, was die Stadt Köln im Prinzip ähnlich sieht, aber gleichzeitig eine Verbreiterung der Brücke nur als eine mögliche Option prüfen will und Gründe gegen eine Verbreiterung ins Feld führt. Hier droht abermals eine Chance vergeben zu werden, denn gerade jetzt ist die Möglichkeit da, hier wichtige Weichen für die Zukunft richtig zu stellen.

Beteiligen Sie sich an der Diskussion, bringen Sie Ihre Ideen ein. Helfen Sie uns, Porz voranzubringen.

Und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Klaus Schäfer

Geschäftsführer

Bündnis Porz-Mitt

28.04.2020

wie versprochen ist seit heute das zweite Video zur Bürgerbteiligung in Porz-Mitte online. Diesmal geht es um die Gestaltung der (breiteren) Brücke über die Hauptstraße. Wie kann, wie soll sie aussehen - schlank und rank oder als Piazza mit Café oder als Grünstreifen. Das etwa 3-minütige Video finden Sie hier

https://www.youtube.com/watch?v=V0iQJ3xb9R8

Schauen Sie sich die verschiedenen Möglichkeiten an und bilden Sie sich selbst ein Urteil, welche Option die beste Lösung ist. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen

04.05.2020

wie inzwischen jeden Montag gibt es auch diesen Montag ein neues Video, diesmal zu der Frage, wie das Rheinufer gestaltet werden soll, wie die Böschung barrierefrei gestaltzbar ist und was eigentlich insgesamt für den unteren Uferbereich eine gute Nutzung darstellt, wobei wir die gastronomischen Nutzungsmöglichkeiten erst im Video der nächsten Woche genauer betrachten wollen.
Das Video ist nun wegen des Themas etwas ausführlicher und dauert 6 Minuten - es findet sich hier:

 
https://www.youtube.com/watch?v=DRjafRfeBRY 


 
Wir würden uns freuen, wenn Sie den Link oder den Link zu unserem Youtube-Kanal

https://www.youtube.com/channel/UCYHtEQpwF-ajlzmnHJwO53A 

auch mit anderen Interessierten in Ihrem Bekanntenkreis teilen würden.


11.05.2020

 

wie Sie es bereits aus den letzten Wochen kennen, haben wir auch an diesem Montag wieder ein Video hochgeladen, das sich mit einem Aspekt der Aufwertung von Porz-Mitte befasst. 


Diesmal werfen wir einen Blick auf das mögliche gastronomische Angebot. Die Stadt Köln  sieht hier als Verbesserungen nur mobile Stände (z.B. Imbissbuden) vor, wir aber sind der Meinung, dass das Porzer Rheinufer als Juwel deutlich mehr bietet.
 Das Video dazu finden Sie hier:


https://www.youtube.com/watch?v=SzsuU3lAnfA

In einer gemeinsamen Aktion mit der AWO Porz hatten wir im September 2018 schon einmal ein Café am oberen Rheinufer für einen Tag aufgebaut und der Zuspruch war enorm. Damals kamen etwa 500 Porzerinnen und Porzer und nahmen das Angebot wahr.


Mit der Verlagerung der Zuständigkeit für die Meldehalle in die Kölner Stadtzentrale ist allerdings die Idee, die Meldehalle für  Gastronomie zu nutzen nur noch unter erschwerten Bedingungen umsetzbar - was uns allerdings nicht davon abhalten sollte, die Umsetzung sinnvoller Lösungen auch trotz Widerständen zu verfolgen.

Zudem sind wir der Überzeugung, dass es Porz an dieser Stelle gut anstünde, einen gastronomischen Betrieb in sozialer Trägerschaft zu etablieren - an anderen Orten ist dies ebenfalls üblich und auch in Porz würde man ein deutliches Signal für eine vielfältige Gesellschaft setzen, die Menschen nicht ausschließt. Interessenten für eine solche Option gäbe es auch, nur die Stadt fremdelt noch etwas mit der Idee.... .

Aber richten wir den Blick auch auf das untere Rheinufer, denn hier liegt Potenzial sträflich brach. Kaum eine andere Stadt am Rhein leistet sich einen derartigen Luxus, ein solches Juwel nicht wirklich sinnvoll zu nutzen. Und das könnte auch noch eine Weile weiter wenig genutzt werden, denn die Verwaltung der Stadt Köln hat die in der Bezirksvertreterversammlung am 7. Mai 2020 vorgeschlagenen Beschlussantrag auf Bedarfsfeststellung für eine Planung zum Rheinufer von sich aus zurückgezogen. Das bedeutet: laut Stadt besteht derzeit noch nicht einmal Einigkeit darüber, dass und in welcher Form hier Planungsbedarf besteht. Gleichzeitig bedeutet dies aber eben auch eine Chance für die Beteiligung der Bürgerschaft. Denn solange keine Pläne gemacht werden, kann die Bürgerschaft noch diskutieren, wie die beste Lösung für das Porzer Rheinufer aussieht. 

Nutzen Sie die Chance, diskutieren Sie mit, schreiben Sie uns oder nehmen Sie kommende Woche an der Umfrage teil. Gerne können Sie natürlich auch die Videos kommentieren, wozu Sie allerdings einen Google-Account benötigen.

In der kommenden Woche wird es dann das letzte Video zu Rheinufer und Anbindung geben, verbunden mit einem Link zu einer anonymen Umfrage (mit nur 10 kurzen Fragen, dauert etwa 3 Minuten).

Momentan überlegen wir, danach auch weitere Themen auf diesem Kanal zu behandeln, z.B. den zukünftigen Papageienpark zwischen Linie 7 und Glashüttenstraße, die Idee der digitalen Innenstadt und ein gelungenes Einzelhandelsangebot in Porz-Mitte oder Überlegungen zum neuen E-Bus- Betriebshof der KVB auf dem Dielektra-Gelände (z.B. in Verbundung mit einem Technologie-Campus) oder aber die Frage der Klimafolgen der Neuen Mitte und möglicher Ausgleichmaßnahmen. Auch das Schulareal von Grund- und Musikschule, für das die Stadt ja immer noch eine Machbarkeitsstudie für Wohnbebauung plant, könnte man aufgreifen.

Was meinen Sie ? Welche Themen sollten wir aufgreifen, was zuerst ? Schreiben Sie uns gerne Ihre Gedanken zu den bisherigen Videos und weiteren Themen rund um Porz-Mitte.

Fördern Sie die Diskussion in Porz, teilen Sie Link und Video, bringen Sie sich ein.

 

19.05.2020


diese Woche geht unser letztes Videos zur Gestaltung von Brücke und Rheinufer an den Start.

Aus unser Sicht steht ein grundlegende Entscheidung darüber an, wem das Porzer Rheinufer gehört. Derzeit, und viele haben dies ja gerade in den Corona-Wochen erlebt, kommt es fast täglich zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, weil der Leinpfad am unteren Ufer einfach zu eng dafür ist, dass beide Gruppen bequem und ohne Probleme die Wege nutzen können. Insofern war und ist  hier ohnehin eine Lösung des Probelms längst überfällig.

Auf der einen Seite haben wir die Menschen, die am Rhein flanieren wollen und natürlich bietet die Porzer Riviera sich hier gerade dafür an. Auf der anderen Seite haben wir Menschen, die (löblicherweise) per Rad Pendeln oder gern (aus sportlichen Gründen) schneller Rad fahren. Sie nutzen das Ufer lediglich als Transistrecke (mit schönem Rheinblick).

Beide Anliegen haben ihre Berechtigung, allerdings muss man die Frage stellen dürfen, ob man die Schokoladenseite von Porz just für jene Menschen reservieren sollte, die Porz nur durchqueren wollen. Sofern es andere, vielleicht sogar schnellere Transitverbindungen gibt, sollte der Verkehr, der das Rheinufer nur als Transistrecke nutzt, vielleicht besser anders abgeleitet werden, es muss ja nichtbgerade die Flaniermeile an der Porzer Rivierea sein...

Das neue Video, das verschiedene Optionen mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen durchspielt, finden sie hier:

 

Fuß- und Radverkehr am Porzer Rheinufer - mögliche Lösungen

 

Dort finden Sie auch die übrigen Videos unseres Kanals bei Youtube.

Zudem gibt es am Ende einen Link zur anonymen Umfrage, die die verschiedenen, in den 5 Videos vorgestellten Lösungen zur Abstimmung stellt. Es wäre schön wenn Sie alle möglichst zahlreich an dieser kurzen Umfrage (10 Fragen, dauert nicht mehr als 3 Minuten) teilnehmen würden und auch anderen Interessierten den Link (am besten gemeinsam mit dem Link zum Video) zukommen lassen könnten. Die Umfrage endet am 01.06.2020. Sie finden Sie unter folgendem Link:

 

Umfrage zu den Gestaltungsvorschlägen Brücke und Rheinufer in Porz

 

 

Mit bisher über 1200 Klicks fanden die Videoclips viel Zuspruch. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns, wenn Sie uns weiter unterstützen, das nächste Video oder die nächste Veranstaltung ist in der Planung... 


Infobrief April 2020

 

Wie üblich zunächst eine Terminübersicht und im Anschluss dann vertiefende Darstellungen zu einzelnen Themenschwerpunkten:

04. Februar 2020 Vortrag zum Papageienpark im Haus der Architektur, Köln

13. Februar 2020 Gesprächstermin mit Herrn Hotopp (fand nicht statt, stattdessen Mail)

18. Februar 2020 Runder Tisch (verschoben)

18. Februar 2020 Vorstandssitzung

20. Februar 2020 Gespräch mit Herrn Röhrig, moderne stadt wg. Einzelhandelskonzept Neue Mitte Porz (telefonisch)

27. Februar 2020 Beirat Porz-Mitte

03. März 2020 Runder Tisch

17. März 2020 Anwohnergespräch zu Interimslösung für den Papageienpark (abgesagt)

25. März Vorstandssitzung (als Telefonkonferenz)

27. März 2020 Gespräch mit REWE (telefonisch)

30. März 2020 Runder Tisch (abgesagt)

02. April 2020 Bürgerbeteiligung des Bündnisses zum Rheinboulevard im Porzer Rathaus (vertagt)

Infolge der Corona-Krise fanden die meisten Termin in den letzten Wochen nicht mehr statt. Um Sie weiterhin auf dem Laufenden zu halten anbei ein kurzer Überblick:

Die wichtigsten Themen waren in den letzten beiden Monaten zum einen das Einzelhandelskonzept für die Neue Mitte Porz, die Ausstattung/Versorgung von Porz-Mitte mit sozialen Angebote (Sozialarbeit, Projekte zur Förderung von bestimmten Gruppen), sowie die weitere Planung des Papageienparks und schließlich die Bürgerbeteiligung für die Gestaltung von Brücke und Rheinboulevard. Zu den Themen im Einzelnen:

1. Einzelhandelskonzept Neue Mitte Porz /Sachstand

Wir hatten bereits am 13. Januar 2020 auf einem Treffen, zu dem wir die Verantwortlichen in Verwaltung und Politik eingeladen hatten, im Konsens mit allen Teilnehmenden gefordert, dass es für die Neue Mitte Porz ein Gesamtkonzept für die Angebotspalette geben müsste, also ein Konzept, das neben den neuen Ladenlokalen auch die bestehenden Leerstände in den Blick nimmt und skizziert, welche Geschäftsansiedlungen für Porz wünschenswert wären und wo diese Geschäfte untergebracht werden könnten.

Dabei wollten wir dem Leerstand durch eine Anschubförderung und eine entsprechende Digitalisierungsstrategie entgegentreten, um so vielleicht kleine Geschäftsideen als Probelauf mit Elementen einer digitalen Innenstadt zu versehen und so Räume für innovative Konzepte zu schaffen. Zudem sollte das Angebot in den neuen Ladenlokalen aufeinander abgestimmt werden und die Erfordernisse eines Mittelzentrums, wie es Porz ist, berücksichtigt werden.

Nachdem Herr Merfeld als Bürgeramtsleiter und ehemaliger Leiter der Wirtschaftsförderung einen solchen Arbeitskreises, der ein entsprechendes Konzept entwickelt, koordinieren sollte, übernahm dann zunächst die Stadtverwaltung diese Aufgabe, die die Bildung dieses Arbeitskreises schließlich an die moderne stadt weitergab.

Auf der Beiratssitzung am 27. Februar erläuterte Herr Röhrig von der modernen stadt zum Sachstand, dass in Haus 1 49 Mietwohnungen entstünden und man die Baugenehmigungen für Haus 2 und 3 im April erwarte, Baubeginn sei dann im Sommer 2020; bisher gebe es keine Entscheidung zum Ankermieter in Haus 1; man habe positive Gespräche mit REWE wieder aufgenommen, da von dort ein neues Angebot vorliege, motiviert dadurch, dass der jetzige REWE-Standort an der Friedrichstraße geschlossen werde, weil der Eigentümer den Mietvertrag gekündigt und etwas anderes mit dem Gelände vorhabe. Auch Biomärkte habe man angefragt. Für Haus 2 stehe Sahle mit Woolworth in Verhandlungen. Aber hier sei das von uns angeregte koordinierte Vorgehen sinnvoll (s.u.). Die Aachener habe das Schlauchhaus gekauft, werde aber dies erhalten und nur das Erdgeschoss mit Haus 3 zusammenfassen. Dort sollen 140qm für Gastronomie, 2 Mal 80qm für Textilgeschäfte und ein weiteres Textilgeschäft auf 125 qm entstehen.

Das Treffen zur Absprache des Innenstadtangebots solle Anfang März vorgeplant werden und dann im Sommer erfolgen, das zuständige Amt werde sich dazu im Mai Gedanken machen. Nach allgemeinem Murren auf der Beiratssitzung wurde dann eine erste Sitzung des Gremiums bereits bis Sommer angestrebt. Auf unsere Nachfrage wegen des Leerstands und möglicher pop-up-stores mit Anschubfinanzierung antwortet Herr Röhrig, dass dies genau die Impulse sind, die man brauche, und er es für sinnvoll halte, über diesen Vorschlag nachzudenken.

Faktisch ist aber seit dem 13. Januar 2020 nicht viel passiert, ein Termin für einen solchen Arbeitskreis geschweige denn die potenziell Teilnehmenden stehen nicht fest, so dass wir hier in absehbarer Zeit wieder selbst die Regie übernehmen werden, da offenbar ein solches Konzept zum Wohle der Porzer Innenstadt nur nachrangige Priorität bei den verantwortlichen Ämtern hat.

2. Ausstattung/Versorgung von Porz mit sozialen Angeboten

Sowohl das ISEK wie auch der Jugendförderplan der Stadt haben wieder und wieder auf Defizite in Porz im sozial-integrativen Bereich hingewiesen. Das Bündnis Porz-Mitte hat von Beginn an in Anlehnung an die Förderkulisse in Köln Mülheim erhebliche Mittel für sozial-integrative Projekte gefordert und die Stadt auf mögliche Förderprogramme hingewiesen, die zur Finanzierung solcher Projekte angezapft werden können. Ungeachtet all dieser Anregungen ist faktisch wenig passiert.

Zwar hat die Stadt inzwischen unsere Forderung, dass die Förderung der sozial-integrativen Projekte etwa so hoch ausfallen muss wie die Förderung der baulichen Projekte, übernommen und hält auch ein Volumen von etwa 21 Mio. Euro für nötig (gleichzeitig aber auch für unrealistisch), unternimmt aber bis dato keine erkennbaren Anstrengungen, um diese Mittel auch bei den gängigen staatlichen Fördertöpfen einzuwerben. Auch wurde bei den letzten Beiratssitzungen deutlich, dass die Verwaltung der Stadt Köln nur sehr unzureichend über die Verhältnisse in Porz informiert ist.

Ein Grund, warum wir in absehbarer Zeit ein Gespräch mit den zuständigen Dezernenten führen wollen, denn die Probleme gehen ja durch Abwarten und Zugucken nicht weg.

Die Ausweisung bestimmter Bereiche von Porz als soziale Fördergebiete und die Bereitstellung eines Sozialraumkoordinators haben mit dem ISEK nichts zu tun und sind auch insgesamt gesehen nur ein Baustein in den erforderlichen Maßnahmenpaketen. Hier spielt z.B. der Quartiersmanager eine wichtige Rolle, weil dieser nah an den Sorgen, Nöten und Problemen des Viertels ist und so Konflikte im Viertel moderieren kann. Dieser aber soll nach Aussagen der Stadt nicht 2021 kommen, sondern wohl doch erst 2023 mit Baubeginn des Papageienparks. Wer bis dahin die verschiedenen Interessensgruppen im Viertel zusammenführt und dazu beiträgt, dass der von allen Teilnehmenden des Bürgerworkshops zum Papageienpark als sinnvoll angesehene Nachbarschaftsverein als Träger eines Kiosks als integratives Element entstehen wird, konnte die Verwaltung auf Nachfrage auch nicht benennen. Vielmehr ist es so, dass die Stadt die Probleme erst dann lösen wird, wenn die größten Probleme schon durch andere, wie z.B. dem Bündnis Porz-Mitte, moderiert und in Richtung Lösung gelenkt worden sind.

3. Weitere Planung Papageienpark

Die Leitung der Planung für den Papageienpark hat das Grünflächenamt der Stadt Köln übernommen. Dies hat grundsätzlich andere Vorstellungen von Bürgerbeteiligung als das Stadtplanungsamt oder das Amt für Stadtentwicklung. Bezüglich des Papageienparks bedeutet dies zum Beispiel, dass die Öffentlichkeit erst beteiligt werden soll, wenn die Vorplanung durch das Grünflächenamt steht. Die Vorplanungen betreffen nach Aussagen des Grünflächenamtes aber allein das Prozedere, nicht die inhaltliche Gestaltung. Für eine Berücksichtigung der Ergebnisse unseres Workshops sei es also noch zu früh. Wir werden hier also auf eine entsprechende Berücksichtigung unserer Workshop-Ergebnisse drängen müssen, sonst fängt alles wieder bei Null an und wertvolle Zeit geht verloren. Oder Geld wird unsinnig verschwendet, so etwa wie für die Probebohrungen auf dem Hügel an der Glashüttenstraße – alle bisherigen Beteiligungen wollten den Hügel dort bestehen lassen, eine dortige Probebohrung wäre also gar nicht nötig gewesen, denn der Untergrund würde gar nicht angerührt, wenn es nach dem Willen der Porzer Bürgerschaft ginge.

Gleichzeitig verkündete die Verwaltung aber bei der Beiratssitzung am 27. Februar 2020, dass die (angeblich rein formalen) Vorplanungen des Grünflächenamtes zum Park an der Glashüttenstraße (angeblich gestützt auf die Ergebnisse aus den bisherigen Bürgerbeteiligungen) einen Wasserspielplatz und eine Half-Pipe zur Prüfung vorsehen.

Parallel dazu beteuert das Grünflächenamt aber, bei der Planung für den zukünftigen Park an der Glashüttenstraße unvoreingenommen bei Null beginnen zu wollen, obwohl beispielsweise Experten dazu raten, unsere bisherigen Ergebnisse dringend aufzunehmen. So sprachen sich beispielsweise verschiedene renommierte Architekten bei unserer Präsentation im Haus der Architektur in Köln gerade dafür aus, dass man die Ergebnisse unseres vorbildlichen Bürgerworkshops unbedingt aufnehmen solle und man eben gerade nicht mehr bei Null beginnen solle. Dem von uns im September 2019 durchgeführte Beteiligungsworkshop würde Modellcharakter attestiert, das Potenzial solle unbedingt genutzt werden, die Stadt müsse sich für derartigen Input von Seiten der Bürgerschaft öffnen – es bleibt abzuwarten, ob die Stadt dem Rat der Fachleute folgt. Wir werden über den Fortgang des Projektes gegen Ende des Jahres noch einmal im Haus der Architektur Köln berichten dürfen. Bis dahin wollen wir zum einen eine Interimslösung angehen, also etwa einen Container auf dem Parkplatz aufstellen, der Spiele ausgibt, nicht-alkoholische Getränke anbietet und evt. Sitzmöglichkeiten bietet. Ein solcher Container könnte gut als Probelauf für den Nachbarschaftsverein fungieren, der später dann als Träger für einen Kiosk agieren könnte.

Leider war es wegen der Corona-Krise nicht möglich, hier die Planungen weiter zu konkretisieren, aber wir werden dies weiterverfolgen, zumal die Finanzierung eines solchen Containers und eines solchen Besatzes schon in Aussicht gestellt wurde. Als nächstes werden wir hier mit der Anwohnerschaft reden und dann bei der Stadt um eine Aufstell-Erlaubnis für den Container ersuchen.

Zudem wollen wir ein Nachbarschaftsfest am 26. September in Angriff nehmen und haben mit den Vorplanungen dazu begonnen.

4. Bürgerbeteiligung Brücke und Rheinboulevard

Viel Unverständnis erzeugte die Stadt bei der letzten Beiratssitzung Ende Februar 2020 bei ihrer Handhabung der Bürgerbeteiligung zum Rheinboulevard und zur Brückenerweiterung. Die Stadt enthüllte einen heillosen Flickenteppich an Zuständigkeiten für die Gestaltung der Freiflächen in Porz-Mitte, wie sie Bestandteil des landschaftsplanerischen Wettbewerbs waren.

Zum einen habe das Stadtplanungsamt die Kompetenzen zur Gestaltung der Freiflächen an das Grünflächenamt abgegeben und so habe das Grünflächenamt und nicht mehr das Stadtplanungsamt bereits mit der Vorplanung für den Rheinboulevard (wieder einmal ohne vorherige Bürgerbeteiligung) begonnen. Für die Brückenerweiterung ist aber wiederum auch das Grünflächenamt gar nicht zuständig. Doch auch das Stadtplanungsamt werde hier die Planungen nicht übernehmen, sondern das Stadtplanungsamt habe die Leitung zur Überarbeitung der Brücke an das Amt für Verkehr und Straßenbau abgegeben, weil dies wegen der verkehrlichen Funktion der Fußgängerbrücke zur Stärkung der Ost-West-Verbindung das zuständige Amt sei. Das Amt für Brückenbau habe man nicht beteiligt, weil aus Sicht des Stadtplanungsamtes eine Brückenverbreiterung nicht sinnvoll sei, da man dann eine Tunnelsituation schaffe und so ein neuer Angstraum entstehe. Konkret scheint also das Stadtplanungsamt zu befürchten, dass verängstigte Autofahrer zu Staus führen könnten, weil sie vor einer Durchfahrt unter der breiteren Brücke zurückschreckten. Der sonst (?) so ruhig dahinrauschende Verkehr unter der jetzt schmaleren Brücke käme dann zum Erliegen …

Hier wurde wieder einmal offenbar, dass die Stadt nicht genau weiß, wovon sie spricht und offenbar nach Gründen sucht, vor allem nicht tätig zu werden, es keinen Verantwortlichen für ein Gesamtkonzept gibt, geschweige denn die drängendsten Probleme in Porz (wie z.B. Verkehr) wirklich angegangen werden. Bei soviel desolatem Planungschaos würde man sich eine aktivere Einmischung der Politik zur Wahrung der Belange ihrer Porzer Wählerschaft wünschen – es sind doch bald Wahlen ...

Zu allem Überfluss erläuterte das Stadtplanungsamt, das ja nun für die Brücke gar nicht mehr zuständig ist, dass die Brückenverbreiterung nur Bestandteil des Ideenteils des landschaftsplanerischen Wettbewerbs gewesen sei und die Anregungen zur Brückenerweiterung damit nicht verbindlich seien. Auf unsere Nachfrage, ob man denn die abschließende Jury-Empfehlung zur Verbreiterung der Brücke als Überarbeitungsauftrag an das Planungsbüro weitergegeben habe, legte die Stadt eine recht eigenwillige Interpretation der Wettbewerbsergebnisse an den Tag und erläuterte, dass die Erweiterung zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werde. Ob eine solche Erweiterung vorgenommen werde, sei ja noch nicht klar. Demgegenüber ist anzumerken, dass die meisten Jurymitglieder, die auch im Beirat anwesend waren, den Eindruck hatten, dass von der Jury im Abschlussdokument des landschaftsplanerischen Wettbewerbs beschlossen wurde, eine solche Vorgabe zu machen. Frau Griese vom Stadtplanungsamt verwies demgegenüber auf das Protokoll, wonach ein allgemeiner und nicht näher spezifizierter Prüfauftrag erteilt worden sei. Unsere Lesart, der sich viele Jurymitglieder anschlossen, dass geprüft werden solle, wie eine Brückenerweiterung aussehen könne, nicht ob, wäre aus Sicht des Stadtplanungsamtes also nicht so eindeutig in der Empfehlung enthalten.

Diese hanebüchene Haarspalterei wäre amüsant, ginge es hier nicht um einen wesentlichen Bestandteil der Aufwertung der Porzer Innenstadt durch eine attraktive Anbindung der Innenstadt an das Rheinufer. Die Stadt möchte zudem Prüfung und etwaige Umsetzung erst zwischen 2022 und 2029 angehen – dies erscheint uns unvertretbar lang. Wenn der ehemalige Baudezernent der Stadt Köln die Revitalisierung der Porzer Innenstadt als eine Operation am offenen Herzen von Porz bezeichnete, dann muss doch klar sein, dass eine solche Operation am offenen Herzen kaum 10 Jahre oder länger dauern darf.

Das mit der Planung des Rheinufers betraute Grünflächenamt arbeitet zwischenzeitlich weiter an der Umgestaltung des Rheinboulevards (weiterhin ohne Bürgerbeteiligung) und holt aktuell Angebote für die Umsetzung der (wie auch immer aussehenden) Umgestaltung ein – die vom Grünflächenamt aufgeführten Maßnahmen (»Attraktivierung und Umgestaltung gemäß Wettbewerbsergebnis, überwiegend im Grünbereich, zudem Fuß- und Radwegtrennung, Erneuerung Geländer und Treppenabgänge«) sind bisher nicht Bestandteil irgendwelcher Bürgerbeteiligungen gewesen. Die vorgesehenen Maßnahmen entsprechen zudem auch – anders als das Grünflächenamt dies behauptet – nicht dem Ideenteil des Wettbewerbs. Einen eigenen Wettbewerb für den Rheinboulevard wird es, obwohl dies ja angesichts der Lage und Bedeutung wie auch des Finanzvolumen von ca. 4 Mio. Euro durchaus angebracht wäre, nicht geben. Eine Beteiligung der Bürgerschaft ist erst vorgesehen, wenn die Vorplanungen bereits stehen.

Da hier neben Planungschaos vor allem Unwillen erkennbar ist, die Bürgerschaft angemessen und frühzeitig zu beteiligen, haben wir vom Bündnis Porz-Mitte beschlossen, trotz Corona-Krise die Beteiligung voranzutreiben und dafür einen Youtube-Kanal ins Leben gerufen, der die verschiedenen Möglichkeiten darstellt und so für alle Porzerinnen und Porzer zugänglich macht.

Mittels einer anonymen Umfrage soll nach 5 Filmen zu 5 Themen schließlich ein Meinungsbild erstellt werden. Die Corona-Krise darf nicht dazu führen, dass die Ämter einfach ohne Bürgerbeteiligung weiterarbeiten und irgendwann die Bürgerschaft vor vollendete Tatsachen stellt.

5. Erwähnenswert ist zudem noch die Beiratssitzung vom 27. Februar 202

Zum einen wurde dort angekündigt, dass sich die Realisierung des ISEKs um etwa 2 Jahre verzögern wird. Verantwortlich sei die gewünschte Bürgerbeteiligung, zudem herrsche Personalknappheit. Das Argument mit der Bürgerbeteiligung, die zu einer Verzögerung führe, ist natürlich äußerst bedenklich – nicht nur, weil zum einen solche Bürgerbeteiligungen ohnehin vorgeschrieben sind, sondern auch, weil unsere Demokratie eben nun einmal so läuft. Das sollte in den Amtsstuben sich mittlerweile herumgesprochen haben und ist eigentlich selbstverständlich bei der Zeitplanung mit einzuberechnen. Es ist doch klar, dass die Stadtplanung in Köln nicht so wie in Peking funktioniert.

Erstaunlich fanden wir zudem die Ankündigung, dass man auf Aufforderung des zuständigen Landesministeriums nun prüfen wolle, ob man nicht Fördermittel aus dem Bundesprogramm »Stadtumbau West« (das Programm heißt übrigens inzwischen völlig anders) beantrage, weil ja nur wenige sozial-integrative Maßnahmen im ISEK geplant seien (und dann natürlich Bundesgelder statt Landesgelder abgerufen werden). Das ist insofern befremdlich, als wir seit Jahren auf dieses Defizit bei den sozial-integrativen Projekten hinweisen, ohne dass die Stadt hier Änderungen des ISEKs angestrebt hätte. Zudem mutet es merkwürdig an, dass diese Prüfung erst jetzt erfolgte, weil wir ja bereits 2018 auf diese Fördermöglichkeit hingewiesen hatten, ohne dass die Stadt auch nur Anstalten machte, dies ernstlich zu prüfen. Die Stadt Köln hat aber nun nach Prüfung beschlossen, weiter das Projekt aus Landesmitteln fördern zu lassen und ggf. die sozialen Projekte zu ergänzen.

Auch das von uns bereits 2018 vorgeschlagene Förderprogramm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft und Arbeiten im Quartier), das eine Vielzahl von sozial-integrativen Projekten fördern würde, wurde nicht für Fördermittel angezapft, weil der Antragszeitraum schon 2019 angelaufen sei und man so schnell keine Projekte dafür gehabt hätte.

Ebenfalls wundersam war das Verständnis, dass die Stadt bezüglich der im ISEK vorgeschriebenen »prozessbegleitenden Evaluation« an den Tag legte. Laut ISEK soll diese prozessbegleitende Evaluation den Fortschritt der Revitalisierung in den verschiedenen Schritten bewerten und Verbesserungsmöglichkeiten prüfen und frühzeitig so eine Anpassung an die neuen Bedingungen o.ä. ermöglichen. Gleichzeitig kann die Beantragung zur Förderung der Evaluation aber erst erfolgen, wenn größere Bauprojekte begonnen werden. Diese werden aber erst begonnen, wenn umfangreiche Vorplanungen und Absprachen unter den Ämtern fest stehen. Dann aber ist eine »frühzeitige Einleitung geeigneter Anpassungen« ja nicht mehr möglich. Die Vertreterin des zuständigen Amtes gab an, dass die Evaluation nur am Ende erfolgen könne. Auf unseren Hinweis, dass dies ja kaum prozessbegleitend sei und für eine frühzeitige Anpassung der Maßnahmen zu spät komme, räumte sie ein, dass dies richtig sei, aber so würde man halt arbeiten. Für die nächste Beiratssitzung verlangten die Beiratsmitglieder dann eine deutliche Erläuterung des Evaluationskonzeptes und der Indikatoren zur Zielerreichung.

Geradezu alarmierend fanden wir schließlich, dass wieder einmal das Schulareal zur Diskussion gestellt werden soll, wozu es eine Machbarkeitsstudie für das Schulareal geben soll. Dabei geht es um die Grund- und Musikschule und den Bereich Wohnen. Vom Stadtpark, wie ihn das ISEK hier ausdrücklich vorsah, ist gar nicht mehr die Rede – wie der Stadtgarten an der Berufsschule aus dem Konzept herausfallen konnte, das konnte das zuständige Amt sich auch nicht erklären. In der nächsten Beiratssitzung will das zuständige Amt (ohne dass dies jemand gewünscht hätte) dann mögliche Potenzialflächen für Wohnungen in Porz-Mitte vorstellen. Offenbar kann die Bürgerschaft so oft sie will deutlich machen, dass man Grund- und Musikschule an diesem Standort behalten möchte, wenn die Verwaltung anderes im Sinn hat, dann bleibt das Thema ein Dauerbrenner und höchste Wachsamkeit ist weiterhin geboten. 



03.02.2020




Am 4. Februar 2020 stellen wir unser Verfahren im Haus der Architektur in Köln, Josef-Haubrich-Hof am Neumarkt vor (im Kubus an der Zentralbibliothek). Beginn der Veranstaltung ist 19°° Uhr, der Eintritt ist frei.

 

Sehr geehrte Mitglieder,

 

anbei erhalten Sie unseren Infobrief. Leider ist es uns nicht gelungen, diesen in kürzeren Abständen und in kleineren Abschnitten an Sie zu schicken. Die Hektik des Geschehens hat diesen guten Vorsatz des letzten Jahres vereitelt. An der Übersicht der Termine kann man erkennen, dass uns die Revitalisierung in Porz auch im letzten Jahr auf Trab gehalten hat. An vielen Stellen galt es Verbesserungen einzufordern oder den Wünschen aus der Bürgerschaft Gehör zu verschaffen – das war nicht immer ganz einfach. 

Neben dem landschaftsplanerischen Wettbewerb zu Beginn des Jahres, bei dem es uns mit Unterstützung durch das Stadtplanungsamt gelungen ist, die wichtigsten Wünsche den Planungsbüros nahe zu bringen, so dass diese auch in den Plänen Niederschlag fanden, hat uns vor allem die Neuplanung des Parks zwischen Linie 7 und Glashüttenstraße beschäftigt. Hier hat das Grünflächenamt nun die Federführung, und wir mussten erfahren, dass jedes Amt andere Vorstellungen von Bürgerbeteiligung hat. Das Grünflächenamt setzt weniger auf Wettbewerbe und Bürgerbeteiligung zu Beginn des Prozesses, sondern auf eine Vorauswahl des zu beauftragenden Büros durch eine vom Amt einberufene Jury (an der wir beteiligt wurden) und eine erst im Anschluss stattfindende Beteiligung. Aus unserer Sicht macht dies Bürgerbeteiligung etwas schwieriger, weshalb wir mit einem eigenen Werkstattverfahren versucht haben, die Bevölkerung frühzeitig mit einzubeziehen.

Dass uns das ganz gut gelungen ist, mag man daran erkennen, dass die Architektenkammer Köln uns eingeladen hat, von unseren Erfahrungen dabei zu berichten, weil wir hier tatsächlich Neuland betreten haben und innovativ für Porz unterwegs waren. Aus Sicht der Kammer ist ein solches inoffizielles Beteiligungsverfahren ein Novum, hat aber vielleicht das Potenzial eine sinnvolle Ergänzung zu den gängigen, städtischen Beteiligungsformaten zu sein.

Veranstaltungshinweis: Am 4. Februar 2020 stellen wir unser Verfahren im Haus der Architektur in Köln, Josef-Haubrich-Hof am Neumarkt vor (im Kubus an der Zentralbibliothek). Beginn der Veranstaltung ist 19°° Uhr, der Eintritt ist frei. Wir würden uns freuen, wenn Sie vorbeischauen.

Zudem hielt uns die Ankündigung der modernen stadt, einen Discounter in Haus 1 unterbringen zu wollen auf Trab. Dies wird nun nicht so kommen, nicht zuletzt auch Dank unseres Einsatzes. Gleichwohl hätten wir uns gewünscht, dass die Presse hier nicht nur als Hofberichterstattung die Ansichten der Politik darstellt, sondern auch die Tätigkeiten des Bündnisses in der Berichterstattung ihren Widerhall gefunden hätten – diese geringe Wirkung unserer Pressemitteilungen zu unseren Aktionen ist ein Problem mit dem wir oft kämpfen. So haben wir mit Bürgeramtsleitung und Politik einen Workshop initiiert, der sich insgesamt um das sinnvollerweise zu erzielende Geschäftsangebot und den Leerstand in der Innenstadt Gedanken macht. Aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt, der wieder einmal zeigt, dass man zusammen mit allen Beteiligten Lösungen suchen muss, will man am Ende erfolgreich sein. Als ein Beispiel von vielen finden Sie im Anhang unsere diesbezügliche Pressemitteilung, die es leider nicht in die Medien schaffte. 

Auch im Jahr 2020 wird es wieder viel zu tun geben, um die Revitalisierung von Porz voran zu treiben. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns weiterhin unterstützen würden und vielleicht auch Nachbarn und Freunde auf die Aktivitäten des Bündnisses hinweisen. Der Beitritt zum Bündnis kostet nichts, aber je mehr Porzerinnen und Porzer hinter uns stehen, desto stärker ist auch unsere Position gegenüber den Verantwortlichen. Bleiben Sie uns gewogen und empfehlen Sie uns weiter.

 

Mit den besten Grüßen und Wünschen für 2020

für den Vorstand

Dr. Klaus Schäfer

Geschäftsführer

 

08. März 2019:

Gespräch mit der Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft zur Zukunft des Schlauchhauses

13. März 2019

Treffen mit Frau Femfert und Apcoa zur Parkhausbegrünung

12. März 2019

Beiratssitzung (mit 3 Anträgen des Bündnisses, siehe letzter Infobrief; der von uns beantragte AK zur Entwicklung von Ideen zur Veränderung der Haltestelle in Porz-Markt wurde überraschenderweise mehrheitlich abgelehnt)

18. März 2019

Vorstandssitzung (Mitgliederversammlung; Haltestelle; Wettbewerb)

20. März 2019

Runder Tisch (Planung eines Straßenfestes; Spritzenautomat)

26. März 2019

Gespräch mit Baudezernenten Herrn Greitemann in der GGS Hauptstraße

26. März 2019

Stadt berät mit verschiedenen Ämtern (ohne uns) die von uns angestoßene Versetzung des Spritzenautomaten vor dem Jugendzentrum

08. April 2019

Gespräch mit moderner stadt (Herr Thor) zu Planungen für Haus 1 und Gestaltung des Außenbereichs (Fahrradständer; Fensterfronten etc. (Herr Thor versichert, es käme ein Vollsortimenter, kein Discounter)

09. April 2019

Vorstandssitzung (Stand der Dinge; Mitgliederversammlung; weitere Planung; Runder Tisch)

10. April 2019

Runder Tisch (Planung eines Straßenfestes, Spritzenautomat)

11. April 2019

Entscheidung zum freiraumplanerischen Wettbewerb zur Neugestaltung der Porzer Innenstadt (Freiflächen)

16. April 2019

Stadt bestätigt uns, dass der Spritzenautomat entsprechend unserer Eingabe umgesetzt werden soll, die Standortsuche sei noch nicht abgeschlossen

07. Mai 2019

Stadt stellt Maßnahmenkatalog zur Entschärfung der Angsträume aus unserer Angstraumanalyse zusammen

08. Mai. 2019

Vorstandssitzung (Mitgliederversammlung; Runder Tisch; weitere Planung)

13./14. Mai 2019

Teilnahme an der Baukulturwerkstatt-Tagung der Bundesstiftung Baukultur in Köln

22. Mai 2019

Runder Tisch (Straßenfest; Spritzenautomat, Neugestaltung der Grünfläche entlang der Linie 7 – fehlende Beteiligung am Planungsverfahren)

24. Mai 2019

Mitgliederversammlung im Dechant-Scheben-Haus; Jochen Reichel wird zum Vorsitzenden gewählt, Waltraut Bauer als stv. Vorsitzende bestätigt. Im Beirat wird das Bündnis nun von Herrn Reichel, Frau Fakhim-Haschemi und Dr. Schäfer vertreten, deren Vertreter sind Herr Baedorf, Herr Gras und Frau Bauer.

28. Mai. 2019

Gespräch mit der KVB wegen Umgestaltung der Haltestelle Porz-Markt

04. Juni 2019

Beiratssitzung (u.a. zu den von uns geforderten 2 Sozialarbeitern für die Glashüttensiedlung)

07. Juni 2019

Gespräch mit neuem Bürgeramtsleiter Karl-Heinz Merfeld (u.a. zu Außengastronomie im Rathaus)

07. Juni 2019

Grundsteinlegung Haus 1

11. Juni 2019

Stadtgespräch mit Frau Reker im Bezirksrathaus Porz (wir sprechen fehlende soziale Förderprojekt in Porz an, sowie die Notwendigkeit eines Werkstattverfahrens bei der Neugestaltung der Grünfläche an der Linie 7 „Papageienpark“)

14. Juni 2019

Gespräch mit Michael Frenzel (SPD) von Stadtentwicklungsausschuss wg. Schlauchhaus, Grünflächengestaltung „Papageienpark“, Werkstattverfahren, Sozialarbeiter für Papageiensiedlung, sozial-integrative Projekte

28. Juni 2019:

der Spritzenautomat wird endlich versetzt

09. Juli 2019

Runder Tisch (Spritzenautomat; Sommerfest; Grünfläche „Papageienpark“)

15. Juli 2019

Gespräch mit Mieterbeirat Glashüttenstraße und Interkult e.V. zu Beteiligung von Senioren und Seniorinnen am Workshop zur Neugestaltung der Grünfläche „Papageienpark“

18. Juli 2019

Gespräch mit Seniorennetzwerk Porz und Seniorenkoordination zu Beteiligung von Senioren und Seniorinnen am Workshop zur Neugestaltung der Grünfläche „Papageienpark“

18. Juli 2019

Vorstandssitzung(u.a. Vorbereitung eines eigenen Werkstattverfahrens zur Neugestaltung der Grünfläche „Papageienpark“, nachdem die Stadt ein Werkstattverfahren abgelehnt hatte)

29. August 2019

Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse für den freiraumplanerischen Wettbewerb zu den Freiflächen der neuen Mitte Porz

29. August 2019

Runder Tisch (Spritzenautomat; Straßenfest; Förderverein Grünfläche „Papageienpark“)

03. September 2019

Frau Reker spricht dem Bündnis Porz-Mitte erhält wegen seines Engagements zum Wohl von Porz ihre Anerkennung aus und Bürgermeister van Benthem überreicht dem Bündnis im Rahmen einer Feierstunde eine entsprechende Urkunde

04. September 2019

Auftaktveranstaltung der bündniseigenen Bürgerbeteiligung in einem Werkstattverfahren im Porzer Rathaus

11. September 2019

Moderation von Teilgruppen (Seniorinnen und Senioren; Anwohner) im Rahmen des vom Bündnis initiierten Werkstattverfahrens

18. September 2019

Moderation von Teilgruppen (Seniorinnen und Senioren; Anwohner) im Rahmen des vom Bündnis initiierten Werkstattverfahrens

20. September 2019

Gespräch mit Dr. Bauer (stv. Leiter des Grünflächenamtes) zur Neugestaltung der Grünfläche entlang der Linie 7 („Papageienpark“) und zum Rheinboulevard

23. September 2019

Teilnahme an Tagung zum Agglomerationskonzept Köln

24. September 2019

Beiratssitzung (u.a. Überquerung zur Haltestelle Porz-Markt über Philipp-Reis-Str.; frühzeitige Beteiligung von Anwohnern, Senioren und Jugendlichen bei der Neugestaltung der Grünfläche entlang der Linie 7; weiteren Sozialarbeiter in der Glashüttensiedlung)

26. September 2019

Runder Tisch (Verschiebung Straßenfest; zusätzliche Sozialarbeiter im Viertel; Beiratssitzung; Vorbereitung Gespräch mit Sozialdezernenten (Rau) und Jugenddezernenten (Voigtsberger))

28. September 2019

Wochenend-Workshop zum Abschluss der Bürgerbeteiligung im Werkstattverfahren zur Neugestaltung der Grünfläche „Papageienpark“

28. Oktober 2019

Gespräch mit Bürgeramtsleiter Merfeld (u.a. wegen möglicher Mieter in Haus 1, z.B. Bioläden; digitaler Innenstadt; Beteiligung von Kindern und Jugendliche bei der Neugestaltung der Freifläche entlang der Linie 7)

07. November 2019

Akteneinsicht zum (nicht existenten) Windfeldgutachten zur neuen Mitte Porz im Stadthaus (als Ergebnis daraus: u.a. Nachfrage zu Bepflanzung der Tiefgaragendecke)

07. November 2019

Runder Tisch (Straßenfestplanungen für das Jahr 2020; Vorbereitung Gespräch Rau/Voigtsberger) (vertagt auf 28. November 2019)

17. November 2019

Teilnahme an Köln 2030 – Perspektiven für einen Regionalplan

19. November 2019

Perspektivgespräch mit der SPD zu Viertelsproblemen und Konflikten bei der Zusammenarbeit verschiedener Gruppierungen in der Glashüttensiedlung

26. November 2019

außerordentliche Informationsveranstaltung für den Beirat zur Neugestaltung der Grünfläche entlang der Linie 7; wir stellen die Ergebnisse des Bürgerschafts-Workshops vor

28. November 2019

Runder Tisch (Nachholtermin vom 7. November 2019)

06. Dezember 2019

Bündnis nimmt an der Jurysitzung zum Auswahl des Planungsbüros zur Neugestaltung der Grünfläche entlang der Linie 7 (Papageienpark) teil.

10. Dezember 2019

Die moderne stadt kündigt in der Bezirksvertreterversammlung an, statt einem Vollsortimenter nur noch einen Lidl-Discounter als Ankermieter für Haus 1 in Betracht zu ziehen.

12. Dezember 2019

Der Rat der Stadt Köln beschliesst, künftig die Papageiensiedlung als Sozialraumgebiet auszuweisen und in das Programm „Starke Veedel“ aufzunehmen, so dass eine bessere Förderung sozial-integrativer Projekte und Maßnahmen nun möglich wird.

22. Dezember 2019

Sondersitzung des Vorstandes wegen drohendem Discounter-Debakels in Haus 1; (wir beantragen daher einen Sondersitzung des Beirates im Januar; laden Politiker aller Parteien zu einem Gespräch über Alternativen und loten weitere Möglichkeiten zur Vermeidung eines solchen Desasters aus)

09. Januar 2020

Runder Tisch (Fokus diesmal: Stand der Jugend- und Sozialarbeit in Porz; Vorbereitung eines Treffens mit den zuständigen Dezernenten Rau und Voigtsberger)

13. Januar 2020

Arbeitstreffen mit dem Bürgeramtsleiter und Vertretern der Politik (es kamen Vertreter der SPD, der FDP und der Linken) um auf Initiative des Bündnisses Porz-Mitte einen Workshop zur Angebotspalette des Einzelhandels in der Neuen Mitte Porz anzustoßen

04. Februar 2020

Das Bündnis stellt im Haus der Kölner Architektur die bisherigen Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum neuen Park an der Glashüttenstraße vor.

Soviel zum Überblick, der vielleicht erklärt, warum wir es nicht geschafft haben, die Infobriefe öfter in kleineren Schritten herauszugeben.

Kurz noch einige Bemerkungen zu den wichtigsten Themen des letzten und laufenden Jahres:

1. Sehr erfolgreich konnte das Bündnis die im Rahmen der vom Bündnis durchgeführten

Bürgerbeteiligungen entwickelten Ideen zur Neugestaltung der Freiflächen in der Neuen Mitte Porz in den landschaftsplanerischen Wettbewerb einbringen. Unsere Vorschläge wurden fast vollständig aufgenommen. Viele Büros haben unsere Vorschläge zum Teil auch grafisch bei ihren Renderings bis ins Detail übernommen – unsere Engagement hat sich gelohnt, die von uns gesammelten und ausgearbeiteten Wünsche der Porzer Bürgerschaft sind angekommen und wurden von allen mehr der weniger umfangreich aufgenommen – es gab keinen Entwurf, der die Wünsche völlig unberücksichtigt gelassen hätte. Der Siegerentwurf hat unsere wichtigsten Anregungen aufgenommen und fehlende Anregungen (wie z.B. die Verbreiterung der Brücke über die Hauptstraße) wurden als Anregung zur Überarbeitung an das Büro zurückgegeben.

Weniger gelungen ist es uns, für die Neugestaltung der Haltestelle (und des darüber stehenden Parkhauses) einen eigenen Arbeitskreis zu initiieren, weil der Beirat dies aus uns nicht nachvollziehbaren Gründen ablehnte. Die Haltestelle war bei unserer Angstraumanalyse von ca. 75% der befragten als Angstraum genannt worden, so dass wir hier akuten Handlungsbedarf sahen und sehen – die Stadt konnte sich aus Personalmangel dieser Sicht nicht anschließen. Gleichwohl fanden Gespräche mit dem Parkhausbetreiber und der KVB statt und wurden Ideen zur Entschärfung dieses Angstraumes eingebracht. Hier sind allerdings die Besitzverhältnisse so kompliziert, dass die Lösung dieser Problematik nicht einfach werden wird. Wir bleiben auch 2020 dran.

2. Ebenfalls sehr erfolgreich war unser Einsatz gemeinsam mit dem Runden Tisch aller in Porz im sozialen Bereich engagierten Initiativen und Organisationen, den Spritzenautomaten vor dem Jugendzentrum zu entfernen. Dies war nicht ganz einfach – wir hatten zuvor ergebnislos uns an das Gesundheitsamt gewandt, dann an die Bezirksregierung als vorgesetzte Behörde, das zuständige Ministerium wurde eingeschaltet und schließlich mussten wir mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht drohen. Schließlich veranlasste die Stadt die Umsetzung des Automaten. Der neue Standort am KVB-Toilettenhäuschen gegenüber der Sparkasse mag nicht ideal sein, er ist aber viel besser als der bisherige, die Zahl der Spritzenfunde im Grünstreifen hat abgenommen. Die Grünfläche ist damit auf dem Weg, weniger Angstraum zu sein als zuvor.

Gleichzeitig hat sich der Runde Tisch mit der Frage beschäftigt, wie die sozial-integrative Arbeit in Porz-Mitte gestärkt werden kann und erste Kooperationen angestoßen, um so durch Synergie-Effekte die Arbeit der vielen Freiwilligen und Organisationen zu verbessern.

Nach wie vor fehlt von der Stadt ein Konzept, mit dem die im ISEK aufgeführten Defizite im sozial-integrativen Bereich aufgefangen werden. Als erster positiver Schritt ist aber anzuerkennen, dass Porz-Mitte nun zusammen mit den angrenzenden Bereichen als neuer Sozialraum ausgewiesen wurde und so auf Fördermittel zugegriffen werden kann, die bisher nicht zur Verfügung standen. Allerdings: der Beschluss über die Ausweisung von Porz-Mitte als Sozialraum beinhaltet nur die Möglichkeit, daraus ergibt sich noch kein konkretes Projekt oder gar ein schlüssiges Konzept. Das Bündnis wird auch 2020 zusammen mit dem Runden Tisch hier weiter die Stadt zu konkreten Maßnahmen und einem überzeugenden Konzept drängen.

3. Nach unserer Angstraumanalyse in Porz-Mitte war deutlich geworden, dass gerade die Grünfläche entlang der Linie 7 neben der Haltestelle der problematischste Angstraum ist und das ISEK hier 4 Mio. Euro für die Neugestaltung vorsieht, haben wir uns als einem Schwerpunktthema 2019 intensiv mit diesem Areal beschäftigt. Obwohl wir (unterstützt vom Rechnungsprüfungsamt) uns hier einen Wettbewerb gewünscht hätten, hat die Stadt sich für ein anderes Verfahren entschieden, uns aber in die Jury einbezogen. Aus unserer Sicht kann die Beteiligung der Bürgerschaft hier dazu beitragen, dass derzeit neben einander her lebende Gruppen in Porz-Mitte mit einander ins Gespräch kommen und so durch den Austausch über Wünsche bei der Parkgestaltung ebenfalls eine sozial-integrative Wirkung erzielt wird. Dazu sollte aber der Prozess der Bürgerbeteiligung langfristig angelegt sein, viele verschiedene Gruppen einbeziehen und diese immer wieder in einem schrittweisen Verfahren ins Gespräch bringen, um so zu einem von allen Gruppen getragenen Konsens zu kommen. Die städtische Zeitplanung sieht das nur eingeschränkt vor, so dass wir im September 2019 selbst einen Bürgerbeteiligungsprozess gestartet haben, bei dem wir verschiedene Gruppen (Jugendliche, Seniorinnen und Senioren, Anwohnerinnen und Anwohner) zusammen brachten und in wöchentlichen, zum Teil vom Bündnis moderierten Treffen, den Blick für die Wünsche und Gemeinsamkeiten der Gruppen schärfen konnten.

Diese Art der von der Bürgerschaft selbst organisierte und qualitativ hochwertige Form der Beteiligung kommt sonst nirgendwo in Köln (und wohl auch nicht in anderen deutschen Städten) vor und fand allgemein Beachtung, so dass schließlich die Kölner Architektenkammer uns einlud, von unseren Erfahrungen zu berichten (siehe Veranstaltungshinweis).

Die Auftaktveranstaltung unseres Bürgerworkshops zur Neugestaltung der Grünfläche an der Papageiensiedlung am 4. September 2019 wurde vom Bürgeramtsleiter, Herrn Merfeld eröffnet, der Abschlussworkshop fand Ende September im Jugend- und Begegnungszentrum Glashütte statt. Die Ergebnisse (u.a. mit Wasserspielplatz für Kinder, Skaterbahn und öffentlichen Sportgeräten und Grillplätzen) fanden ein positives Echo, und die Neugestaltung des Areals wird uns auch 2020 intensiv beschäftigen, geht es doch letztlich auch darum, die Idee eines Fördervereins für diesen neuen Park populär zu machen, damit die investierten Millionen schließlich auch zu einer nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation in Porz-Mitte führen.

4. Ende des Jahres schockierte die moderne stadt als Generalunternehmer der Neuen Mitte Porz die Porzerinnen und Porzer mit der Ankündigung, statt eines Vollsortimenters werde nun ein Discounter (LIDL) in Haus 1 einziehen. Dieser Testballon traf auf eine heftige Gegenwehr auch von Seiten des Bündnisses Porz-Mitte. Die Bezirksvertretung hat daraufhin beantragt, dass der Vollsortimenter im Bebauungsplan festgeschrieben werden – eine Entscheidung, die wir für falsch halten, weil es zum einen die mögliche Nutzung von Haus 1 auf nur ein Angebot verengt und den Verhandlungsspielraum der modernen stadt erheblich einengt (wenn es nur einen Interessenten gibt, werden die Verhandlungsbedingungen für die moderne stadt sehr ungünstig), zum anderen, weil wir wie schon 2016 der Meinung sind, dass ein Vollsortimenter kein zentrumsspezifisches Angebot ist und nicht dazu führen wird, dass die Menschen aus den Porzer Stadtteilen in Scharen ins Zentrum kommen, weil die meisten bereits wohnortnah ein entsprechendes Angebot vorfinden. Wie schon 2016 hatten wir angeregt, über Alternativen (z.B. einen Bioladen) nachzudenken und unsere Ergebnisse einer Umfrage unter Biomärkten Politik, moderner stadt und Verwaltung zur Verfügung gestellt (2016 gab es drei Biomarkt-Ketten, die an einer Filiale in Porz Interesse bekundeten).

Im Gespräch mit Politik und Verwaltung haben wir schließlich einen Workshop erreichen können, der sich Gedanken macht über die wünschenswerten Angebote (darunter auch ein angemessenes gastronomisches Angebot) in der Porzer Mitte und dabei auch die Leerstände und eine mögliche Digitale Innenstadt in den Blick nimmt. Gemeinsam mit Unternehmen gilt es eine attraktive Angebotsmischung für das Porzer Zentrum zu

entwickeln. Dies wird ein Schwerpunktthema in 2020 sein. 

5. Ein weiteres Schwerpunktthema wird 2020 schließlich auch die Neugestaltung des Rheinboulevards sein. Die Stadt sieht derzeit keinen Wettbewerb vor, sondern hat mit den Vorplanungen begonnen, ohne hier explizit eine Einbindung der Bürgerschaft zu suchen.

Angesichts der Bedeutung des Rheinufers für die Identität von Porz ein unglaubliches Vorgehen. Hier werden wir 2020 als weiteren Schwerpunkt uns für eine angemessene und frühzeitige Beteiligung der Bürgerschaft einsetzen.

6. Daneben werden 2020 natürlich auch Verkehrsthemen in Porz-Mitte, die klimatischen Auswirkungen der Neubauten und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas Themen sein, die uns beschäftigen und bei denen wir auf Ihre Unterstützung angewiesen sind.

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Am 4. Februar 2020 um 19°° Uhr stellen wir die Ergebnisse des Bürgerworkshops zur Neugestaltung der Grünfläche der Grünfläche an der Papageiensiedlung im Haus der Architektur Köln (Kubus im Josef-Haubrich-Hof an der Zentralbibliothek am Neumarkt) vor. Der Eintritt ist frei.

 

 

Bündnis Porz-Mitte erreicht Workshop zu künftigem Einzelhandel in Porz-Mitte

 

Auf Einladung des Bündnisses trafen sich am 13. Januar 2020 Vertreter der politischen Parteien aus Bezirksvertretung und Rat und diskutierten Lösungswege zur Verhinderung eines Discounters in Porz-Mitte in Haus 1. Gekommen waren Vertreter aus Bezirksvertretung und Rat von SPD, FDP und Linke, um mit dem Bündnis-Vorstand im Matthias-Chlasta-Saal des Porzer Rathauses, den der ebenfalls anwesende Bürgeramtsleiter freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, bei einem sehr konstruktiven Austausch gemeinsame Lösungsperspektiven auszuloten.

Bei der Sachstandsanalyse wurde zum einen deutlich, dass sowohl der Bauantrag wie auch die Baugenehmigung von einem Vollsortimenter ausgingen und insofern die moderne stadt hier im Wort stehe. Zum anderen wurde noch einmal vergegenwärtigt, dass die moderne stadt als Bauträger gewählt wurde, da sie als Tochterunternehmen von Stadt und Stadtwerken der städtebaulichen

Verantwortung besser gerecht werden und auch spät im Prozess noch Änderungen (z.B. beim Zuschnitt der Ladenlokale in Haus 1) vornehmen könne.

Gleichzeitig wies das Bündnis noch einmal darauf hin, dass die in der BV beschlossene Festlegung auf einen Vollsortimenter alleine nicht unbedingt hilfreich sei, weil so der Verhandlungsspielraum der modernen stadt womöglich ungünstig verengt werde und im schlimmsten Fall sogar ein Leerstand drohe. Auch aus Sicht der anwesenden Vertreter der politischen Parteien schafft die einseitige Festlegung auf einen Vollsortimenter eine sehr ungünstige Verhandlungsposition für die moderne stadt, von daher wäre eine Öffnung des Beschlusses zu erwägen, etwa in dem Sinne, dass alternativ auch hochwertige Einzelhandelsangebote in Haus 1 untergebracht werden könnten. Das Bündnis hatte schon 2016 als eine mögliche Alternative bei verschiedenen Biomärkten nachgefragt und war zum Teil auf großes Interesse gestoßen. Diese Interessenten waren seinerzeit an die moderne stadt weitergeleitet worden, aber leider wurde mit keinem der Interessenten gesprochen.

Dabei sei ein Biomarkt nur eine von vielen Möglichkeiten, wichtig sei es, ein Angebot zu schaffen dass der Rolle von Porz-Mitte als Stadtbezirkszentrum gerecht würde. Auch hier hatte das Bündnis schon 2016 darauf hingewiesen, dass ein Vollsortimenter kaum dazu führen würde, dass Porz-Mitte für andere Porzer Stadtteile als Bezirkszentrum attraktiver würde, weil in vielen Stadtteilen nach dem Niedergang des Herties zahlreiche Discounter und eben auch Vollsortimenter entstanden seien.

Um die Attraktivität als Bezirkszentrum aufrecht zu erhalten und zu fördern und Menschen aus den umliegenden Ortsteilen anzuziehen, brauche man schon ein Angebot, dass dem Bezirkszentrum entspräche, wie eben etwa einem Bioladen, den es sonst nirgendwo im Stadtbezirk gäbe. Einigkeit unter den Anwesenden bestand auch bei der Frage des gastronomischen Angebots, dass als selbstständiges Angebot wichtig sei, um auch am Wochenende und Abend Leute ins Zentrum zu ziehen, wenn die übrigen Geschäfte geschlossen seien.

Einig war man sich schließlich auch, dass das Angebot von Haus 1 nur ein Mosaiksteinchen sei und dass auch für die anderen Häuser ein sinnvolles Angebot als Ergänzung des Bestandes und zur Steigerung der Attraktivität wichtig sei. Hier wurde die vom Bündnis schon 2017 vorgebrachte Kritik aufgegriffen, dass es eigentlich an einer Projektleitung fehle, die ein Gesamtkonzept für Porz-Mitte erstelle und umsetze. Die zuständigen Ämter schienen bei der Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sich vor allem auf die moderne stadt zu verlassen, die wiederum ihrerseits sich allein für Haus 1 zuständig fühle. So ergebe sich am Ende ein nicht auf einander abgestimmtes Vorgehen. Das Bündnis Porz-Mitte sprach sich dafür aus, nicht darauf zu  warten, bis die zuständigen Ämter die Koordination übernähmen, sondern voraus denkend gemeinsam mit relevanten Akteuren selbst ein solches Gesamtkonzept zu entwickeln. Ausgehend von der Kölner Sortimentsliste für zentrenspezifische Angebote (s. Abbildung) wurde dann ein Workshop mit allen relevanten Akteuren vorgeschlagen, der ein Gesamtkonzept für die Innenstadt entwickeln soll. Der Bürgeramtsleiter Herr Merfeld wird dazu in absehbarer Zeit Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Handel und Bürgerschaft und moderner stadt einladen. Das Bündnis Porz-Mitte betrachtet es als ausgesprochenen Glücksfall für Porz, dass der ehemalige Chef der Wirtschaftsförderung in Köln nun als Porzer Bürgeramtsleiter seine Erfahrung und seine Verbindungen für Porz einbringen kann. Dabei wird es nicht nur um einen sinnvollen Mix an Geschäften gehen, sondern auch um Überlegungen zur digitalen Innenstadt und zur Bekämpfung des bestehenden Leerstandes in vielen Ladenlokalen an der Karlstraße, wo beispielweise Pop-up-Stores, unterstützt mit einer Anschubfinanzierung, eine Lösung darstellen könnten.

Insgesamt waren alle Beteiligten mit dem Ergebnis zufrieden und hoffen durch einen solchen Workshop Porz voran bringen zu können.



22.01.2020


Pressemitteilung der vernetzten Gemeinschaft der Bürgervereine Porz/Poll sowie dem Förderkreis Rrh. Köln


Am 22.01.2020 in der Zeit von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr hatte die vernetzte Gemeinschaft der Bürgervereine (Bürgervereine Gremberghoven, Langel, Libur, Porz-Mitte, Poll, Wahn-Wahnheide-Lind, Urbach, Zündorf, der Bürgervereinigung Ensen-Westhoven, der Grengeler Ortsgemeinschaft und dem Förderkreis Rechtsrheinisches Köln) einen Runden Tisch zum Thema " Zukunft Schiene: Niederkassel -Porz- Rodenkirchen. Wo geht die Reise hin? “ organisiert.

Zu dieser geschlossenen Veranstaltung im Aegidium Wahn waren Experten der Verwaltung, der Wirtschaft / Industrie sowie der Politik aus den Städten Köln, Niederkassel, Troisdorf, Wesseling und dem Rhein-Sieg Kreis geladen. Zu dem Teilnehmerkreis gehörten auch Verkehrsexperten aus dem Bundestag, dem Landtag NRW, dem Verkehrsministerium NRW und den Landesbetrieben Straßen NRW sowie Fachleute von NABU und BUND. Anwesend waren darüber hinaus Vertreter der vernetzten Gemeinschaft der beteiligten Bürgervereine. Des Weiteren war der 1. Vorsitzende Herr Maretzky des Bürgervereins Rodenkirchen anwesend.

Ziel der Veranstaltung war es, überregional und überparteilich die verschiedenen Interessenvertreter an einen gemeinsamen Runden Tisch zu bringen, um die Zukunft des Schienensystems (ÖPNV und Gütertransport) des rechtsrheinischen Kölner Südens sowie der angrenzenden Städte Niederkassel, Troisdorf und Wesseling vorzustellen und zu diskutieren.

Die vernetzte Gemeinschaft der Bürgervereine hatte hierzu die Idee und hat sich dieser Herausforderung gestellt, um auf dringend erforderliche und zeitnah zu realisierende Verbesserungen der Verkehrssituation hinzuweisen, da seit der Eingemeindung der Stadt Porz vor 45 Jahren im Bereich der Infrastruktur kaum Verbesserungen - nach der Einschätzung einiger Anwesender hat sich die Situation sogar verschlechtert - festzustellen sind.

Hauptthema der Veranstaltung war die Stadtbahn Bonn-Niederkassel-Köln mit den verschiedenen Varianten zur Querung des Rheins und die damit erforderliche neue Anbindung des EVONIK-Standortes Lülsdorf für den Gütertransport an das rechtsrheinische DB-Schienensystem.

Gerade im Hinblick auf die zu erwartende verstärkte Auslastung des EVONIK-Geländes in Lülsdorf, unter anderem mit dem Neubau eines trimodalen Containerterminals der Duisburger Hafen AG, befürchten die Organisatoren eine deutliche Zunahme des Verkehrs, speziell des
Schwerlastverkehrs im ohnehin schon überlasteten Verkehrsnetz in dieser Region.

Im beschriebenen Bereich hat sich in diesem Zeitraum die Einwohnerzahl durch viele Neubaugebiete verdoppelt, ohne dass das ableitende überregionale Straßennetz ausgebaut wurde. Hieraus begründen sich die täglichen Staus vom Rhein-Sieg Kreis über den Bezirk 7 (Porz/Poll) hinaus bis in das Kölner Zentrum.

Aufgrund des zunehmenden hohen Verkehrsaufkommens in Porz und der geänderten Sicht auf die ökologische Belastung bedingt durch den MIV, gewinnen Verkehrsentlastungen durch Schienensysteme (ÖPNV und Gütertransport) immer mehr an Bedeutung.

In einer eindrucksvoll animierten Präsentation, die die Organisatoren der Veranstaltung – Simin Fakhim und Hans Baedorf - im Namen der vernetzten Gemeinschaft vorgestellt haben, wurden die unterschiedlichen Varianten der Stadtbahn und der Gütertrasse vorgestellt und diskutiert. Die Informationen wurden in vielen sondierenden Vorgesprächen mit den Fachleuten durch Fakhim/Baedorf zusammengetragen und in der für den Runden Tisch eigens angefertigten Präsentation eingearbeitet.

Nach dem einstündigen Vortrag folgte eine ruhige, sachliche und sehr konstruktive Diskussion unter den Beteiligten, die von Herrn Prof. Dr. Andreas Vogel als Kommunikationswissenschaftler professionell moderiert wurde.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Stadtbahn Bonn - Niederkassel- Köln für die gesamte Region eine einmalige Chance und die Möglichkeit einer starken Entlastung im Verkehrsbereich darstellt.

Allerdings ist die Realisierung der Stadtbahn, mit einem 10 Minuten-Takt zu den Hauptverkehrszeiten, nur möglich, wenn die bisherige Gütertrasse - die in Teilbereichen für die Stadtbahn genutzt werden soll - an anderer Stelle neu gebaut wird. Die Gütertrasse dient ausschließlich der Anbindung des EVONIK-Geländes an das bestehende rrh. DB-Netz, ohne öffentliche Nutzung.

Nach Meinung der Vernetzung ist es unbedingt erforderlich, dass alle beteiligten Kommunen und Akteure hier an einem Strang ziehen und jeweils Kompromisse eingehen, damit dass Projekt der Stadtbahn zeitnah verwirklicht werden kann. 

Weiterhin fordert die vernetzte Gemeinschaft unbedingt auch eine Verlängerung der Linie 7 bis zum Anschlussknoten der neuen Stadtbahn mit Umsteigemöglichkeit, so dass zum einen eine " durchgängige " Verbindung von Porz nach Bonn und zum anderen eine Verbindung in das linksrheinische südliche Köln besteht. 

Bildmaterial:







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Präsentation mit anschließender Diskussion am 4. September 2019 

um 18:30 Uhr im Matthias-Chlasta-Saal des Porzer Rathauses



Sehr geehrte Mitglieder,

 

wie Sie vielleicht wissen, sieht das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) eine Neugestaltung von Parkplatz und Grünfläche zwischen Glashüttenstraße und Linie 7 in Porz Mitte vor. Parkplatz und Grünfläche könnten eine Oase in der Nähe der neuen Porzer Innenstadt sein, aber momentan ist die Grünanlage wenig beliebt und wenig genutzt, der kostenpflichtige Parkplatz nie ausgelastet. Bei der Ende letzten Jahres vom Bündnis Porz-Mitte durchgeführten Angstraumanalyse wurden Grünfläche und Parkplatz von den meisten Befragten als Angstraum identifiziert. Spritzenfunde und Drogenkonsumenten, dunkle Ecken und fehlende Übersichtlichkeit, das waren die Gründe, warum die Mehrheit diese große und zentrumsnahe Grünanlage mied.

Zwar ist es dem Bündnis zwischenzeitlich gelungen, im Verbund mit anderen Einrichtungen und Initiativen eine Verlagerung des Spritzenautomaten zu erreichen, doch wirklich attraktiv ist die Grünanlage und der Parkplatz daneben auch heute nicht.

Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) zur Revitalisierung der Porzer Innenstadt ist vorgesehen, dass Grünzug und Parkplatz entlang der Linie 7 in einen Park für alle Generationen mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt werden soll. Die Stadt sieht dafür Ausgaben von 4 Mio. Euro bis 2025 vor.

Allerdings läuft die Beteiligung der Öffentlichkeit bisher eher schleppend an. Das Bündnis Porz-Mitte hatte im Beirat vorgeschlagen, angesichts der Größe der Fläche, der veranschlagten Summe und der Bedeutung des Parks als innenstadtnahem Erholungsraum einen Wettbewerb auszuschreiben. Dies hat die Stadt leider abgelehnt, obwohl das Rechnungsprüfungsamt einen Wettbewerb befürwortete und keinen Zeitverlust bei einem solchen Verfahren erwartete. Zudem setzte sich das Bündnis für ein Werkstattverfahren ein, bei dem die Anwohner und zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer gemeinsam einen Kompromiss über die Gestaltung und das künftige Aussehen der etwa 24000qm großen Fläche entwickeln sollten. Auch hier wollte die Stadt dem Vorschlag des Bündnisses nicht folgen, stimmte dann aber einem abgespeckten Werkstattverfahren als Bürgerbeteiligung zu.

Das Bündnis bedauert, dass hier die Chance zur einer deutlichen Verbesserung des gegenseitigen Verständnisses und Zusammenhalts im Quartier durch eine intensive Bürgerbeteiligung nicht wirklich genutzt wird und verweist auf eine Studie des Bundesbauministeriums aus dem Jahr 2016, in der festgestellt wird: „Gute Beteiligungsverfahren erhöhen die Chance, dass sich möglichst viele Bewohner den neuen bzw. umgestalteten Freiraum aneignen, so dass die gewünschte Nutzung auch Realität wird. Beteiligungsprojekte im Sinne bürgernaher Meinungsbildung tragen dazu bei, das gegenseitige Verständnis zu stärken und helfen, Konflikte frühzeitig zu vermeiden“. Bisher hat die Stadt Köln nur die Jugendlichen nach ihren Wünschen befragt – Senioren, Anwohner und weitere mögliche Nutzerinnen und Nutzer aber bislang nicht gefragt.

Hier will das Bündnis Porz-Mitte zusammen mit dem Interkult e.V, dem Mieterbeirat Glashüttenstraße und der AWO Porz nun Abhilfe schaffen und lädt Sie und alle Interessierten zu einer

Präsentation mit anschließender Diskussion am 4. September 2019 um 18:30 Uhr in den Matthias-Chlasta-Saal des Porzer Rathauses ein.

Dabei werden gelungene Aufwertungsbeispiele für Grünflächen aus anderen Städten gezeigt. Zudem geht es auch darum, die verschiedenen Gruppen (u.a. Senioren, Jugendliche, Anwohner) miteinander ins Gespräch zu bringen, denn nur wenn sich alle Anlieger gemeinsam einbringen, kann der neue Park ohne ständige Konflikte zu einem besseren Zusammenhalt im Viertel und einer deutlichen Aufwertung des Images von Porz-Mitte führen. Und natürlich ist er als innenstadtnaher Park eben auch für alle Porzerinnen und Porzer wichtig und könnte eben eine Oase für alle werden.

Am 28. September 2019 soll dann bei einer weiteren Veranstaltung nach einem Kompromiss gesucht werden, der alle beteiligten Gruppen zufrieden stellt und eine gute Vorlage für die weiteren Planungen der Stadt darstellt, die durch dieses Beteiligungsverfahren vielleicht sogar beschleunigt werden könnten.

Sie wünschen sich einen schönen Park mit Sitz- und Spielmöglichkeiten 

in der Nähe? Mit Ruhezonen und Aktivitätsbereichen?

 

Sie fänden einen Wasserspielplatz für die Kinder

toll oder Sport- und Fitnessgeräte für alle Generationen?

 

Sie fänden es klasse, wenn die

bestehende Grünanlage schöner würde?

Dann kommen Sie zu unserer Bürgerdiskussion und diskutieren Sie mit, wie der Park künftig aussehen soll und was Sie sich dort wünschen.Wir würden uns freuen, wenn alle Interessierten kommen würden, um die Zukunft dieses Parks in der Innenstadt mitzuplanen.

 

Mit freundlichen Grüßen

für den Vorstand

Dr. Klaus Schäfer

Geschäftsführer

Bündnis Porz-Mitte


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Offener Brief

Porz, den 22.01.2019

 

               Sehr geehrter Herr Adenauer, sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Verwunderung und auch mit Sorge haben wir den Artikel "Bauland am Stadtrand gefordert" im Kölner Stadtanzeiger vom Freitag, den 18.Januar 2019, gelesen.

In diesem Artikel fordert Herr Konrad Adenauer als Vereinsvorsitzender des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins - in dem auch unsere Familien jeweils Mitglied sind - eine "vermehrte Bebauung des Außenbereichs, jenseits der Innenstadt und angrenzenden Viertel, um neuen Wohnraum zu schaffen". Des Weiteren erwähnt Herr Adenauer, "der Verein erwarte von den Ratsfraktionen, die Verwaltung mit der Planung von mehreren tausend Wohneinheiten im Außenbereich zu beauftragen".

Ferner wird im Artikel der Vereinsgeschäftsführer Herr Anton Neuberger zitiert, " im Außenbereich stehe eine Flächenreserve für zusätzlich 150.000 Menschen zur Verfügung".

Wir stimmen Herrn Adenauer zu, dass Köln eine wachsende Stadt ist und sich größter Beliebtheit hinsichtlich des Zuzugs von vielen weiteren Menschen erfreut. Dabei gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass durch die Zuwanderung so vieler Menschen in eine attraktive und beliebte Stadt wie Köln an anderer Stelle Orte und Städte durch den Wegzug genau dieser Menschen „zu sterben“ drohen. Hier möchten wir insbesondere auf viele Städte im Ruhrgebiet hinweisen, in denen es in Folge dieser „Umsiedlungen“ zu einem dramatischen Strukturwandel ganzer Landstriche innerhalb Nordrhein-Westfalens kommt.

Vielmehr sollten Bemühungen unternommen und Strukturhilfsmittel zur Verfügung gestellt werden, um die Attraktivität genau dieser Regionen wieder zu erhöhen, diese Landstriche dadurch zu stärken und damit der zunehmenden Verödung entgegen zu wirken. Die dortigen Haus- und Grundbesitzer werden so ihre Werte erhalten können, die ansonsten der Volkswirtschaft schadend, vernichtet werden.

Und gerade deswegen können und dürfen im Kölner Stadtgebiet nicht auf Teufel komm heraus - dem Trend der oben beschriebenen Umsiedlung folgend – weitere große Neubaugebiete auf wertvollen Ackerflächen zu Lasten von Klima- , Natur- und Artenschutz sowie der bereits jetzt schon stark überlasteten Verkehrsinfrastruktur geschaffen werden.

Die maßvolle Schaffung neuer Wohneinheiten in und um Köln ist notwendig, aber nur mit gut vorbereiteter und vorausschauender Planung unter Berücksichtigung zahlreicher, insbesondere jedoch der oben genannten, Aspekte. Vorrangig hingegen sollten Flächen reaktiviert werden, die bereits der Natur entzogen wurden, wie zum Beispiel das Areal des Deutzer Hafens, Mülheim Süd oder das Gelände Parkstadt Süd.

In unserem Stadtbezirk Porz gibt es Freiflächen in Form von weitläufigen land- wirtschaftlich bewirtschafteten Äckern sowie Landschaftsschutz - beziehungsweise Naturschutzgebieten.

Diese Areale sind unter anderem sehr wichtige Kaltluftentstehungsgebiete, die – wie in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen - auch für eine Abkühlung der sich bedingt durch den Klimawandel im Sommer zunehmend erwärmenden Innenstadt- bereiche wichtig und erforderlich sind. Hier möchten wir insbesondere auf große zusammenhängende Flächen wie zum Beispiel im Porzer Süden hinweisen, die derzeit in erheblichen Umfang zur innerstädtischen Abkühlung beitragen.

Außerdem kommen in diesen Arealen viele bedrohte Tierarten der roten Liste, wie zum Beispiel Feldhase oder Feldlerche sowie seltene wertvolle Pflanzenarten und Biotope vor. Ganz zu schweigen von den vielen Insektenarten.

Auch sind diese Freiflächen durch ihre landwirtschaftliche Nutzung zur Erzeugung von Nahrungsmitteln zunehmend von außerordentlicher Bedeutung.

Kommt es zu einer weiteren großflächigen Bebauung in den Außenbereiche der Kölner Stadtteile und damit zu einer Vernichtung dieser Flächen durch uferlose Flächenversiegelung, wird immer mehr Tieren und Pflanzen der letzte Lebensraum in unserem Stadtgebiet genommen und unser aller Klima nachhaltig negativ beeinflusst.

Ein weiterer bedeutsamer, nicht zu vernachlässigender Aspekt ist die in vielen Stadtteilen, so auch bei uns in Porz, heute schon überlastete und völlig veraltete Verkehrsinfrastruktur, die täglich zu langen Staus vor allem zu den Hauptverkehrszeiten führt. Auch die öffentlichen Nahverkehrsmittel wie zum Beispiel die KVB-Linie 7 haben ihre Kapazitätsgrenzen in den Hauptverkehrszeiten seit langem überschritten. Entstehen hier neue große Wohnneubaugebiete, so ist der endgültige Kollaps der Infrastruktur im Bereich Verkehr vorprogrammiert.

Der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein sollte in erster Linie im Interesse seiner vielen Mitglieder auf die dringend erforderliche Verbesserung der desolaten Infrastruktur in Köln mitsamt seinem Umland hinweisen und hier bei Politik und Verwaltung auf die zeitnahe Umsetzung drängen und nicht im überhasteten Vorantreiben großer Neubaugebiete in den Außenbereichen von Köln, diese desolate Infrastruktur weiter belasten.

Wir appellieren mit diesem offenen Brief an die Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung, eine Bebauung im Kölner Stadtgebiet mit Bedacht und Maßen zu planen und umzusetzen, damit auch zukünftige Generationen in Köln gut und gerne leben können!

Unabhängig von diesem offenen Brief fordern wir weiterhin die längst überfällige Infrastruktur-Verbesserung, wie bereits mehrfach öffentlich angemahnt.

                                 Mit besten Grüßen

                                                         Simin Fakhim / Hans Baedorf


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29.11.2018



Beim letzten Treffen der vernetzten Vereine wurde beschlossen, einen "offenen Brief" an die Entscheidungsträger zu übersenden. Frau Simin Fakhim-Haschemi, 1. Vorsitzende des Urbacher Bürgerverein e.V., und Herr Hans Baedorf, 1. Vorsitzender des Bürgerverein Zündorf e.V., haben heute den Brief verschickt.

Zu Ihrer Information wird er nun hier veröffentlicht:

porzer-bv@gmx.de

Vernetzung der Porzer Bürgervereine

Porz, den 29.11.2018

Offener Brief

 

Vernetzte Gemeinschaft der Porz/Poller Bürgervereine und dem Förderkreis Rrh.

Köln e.V. fordert Realisierung des längst überfälligen Infrastrukturausbaus für

den Stadtbezirk 7"

 

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

sehr geehrte Damen und Herren,

wir als vernetzte Gemeinschaft der Porz /Poller Bürgervereine (Bürgervereine Gremberghoven, Langel, Libur, Porz-Mitte, Poll, Wahn-Wahnheide-Lind, Urbach, Zündorf, der Bürgervereinigung Ensen-Westhoven, der Grengeler Ortsgemeinschaft und dem Förderkreis Rechtsrheinisches Köln) mit mehr als 2000 Mitgliedern fordern die Realisierung des längst überfälligen Infrastrukturausbaus für den Stadtbezirk 7, bevor neue Wohnungsbauprojekte weiter forciert werden.

In den vergangenen Jahren wurde in Porz und dem Rhein-Sieg-Kreis die Errichtung neuer Wohneinheiten stark vorangetrieben; eine Anpassung der Infrastruktur blieb jedoch aus.

Weitere große Neubaugebiete wie z.B. der Deutzer Hafen, Friedensstraße in Urbach, die Baugebiete Krausbergweg sowie Langeler Berg in Langel, ausgedehnte Wohnbebauungen im Rahmen der Revitalisierung in Porz-Mitte und zahlreiche Wohnbebauungen im Niederkassel/Rhein-Sieg-Kreis sind in Planung bzw. bereits in der Umsetzung.

Daneben kommt es in den einzelnen Porzer Ortsteilen, insbesondere auch in Langel, zu einer starken Nachverdichtung. Weiterhin sind als zwei große Neubaugebiete Zündorf Süd und Wahn-West in der Diskussion.

Außerdem wird das Evonik Gelände in Lülsdorf reaktiviert, unter anderem von der Duisburger Hafen AG. Geplant ist, dass ein neues trimodales Container Terminal bereits 2020 in Betrieb gehen wird. Zunächst soll ein Schiff /Tag umgeschlagen werden, d.h. bis zu 200 Container à 40 Fuß müssen vom Gelände weg und auch wieder hin. Ein Containerfahrzeug, welches einen Container im Hafen abholt, liefert aber nicht zwangsläufig gleichzeitig auch einen Container an. Umgekehrt gilt dies genauso. Somit ist auch mit einer erheblichen Anzahl von "Leerfahrten" zu rechnen.

Die Folgen sind eine Verschlimmerung der bereits jetzt schon bestehenden starken Überlastung des Porzer Straßennetzes mit Staubildung - nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten - und eine daraus resultierende weiter zunehmende Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden.

Deshalb ist eine zeitnahe Verkehrsentlastung für Porz dringend erforderlich!

Unabhängig von der nach wie vor unbedingt erforderlichen eigenständigen Lösung zur Abführung des Verkehres aus dem Rhein-Sieg-Kreis sehen wir als eine Möglichkeit der Entlastung die Realisierung der L82-6n an. Die als Landesstraße geplante L82-6n beginnt am Loorweg (K22), kreuzt die Wahner Straße ( K23 ), nutzt ein Teilstück der bereits bestehenden Poststraße mit der dort vorhandenen ICE-Unterführung, kreuzt die Frankfurterstraße (B8), um dann zwischen Wahn und Elsdorf an die A59 in Form einer Doppelauf/ausfahrt z.B. "Wahn 1 u. Wahn 2 oder Wahn Nord und Wahn Süd" anzuschließen; mit Anschlüssen sowohl in Fahrtrichtung Bonn als auch Köln.

Hierzu wurde durch unseren Landesminister Herrn Wüst in einem ersten Schritt aktuell die Planung für den Abschnitt von der A59 zur B8 (Frankfurter Straße) freigegeben. Die Realisierung der L82 6n wird nun beim Ausbau der A59 mit berücksichtigt. Bei der baulichen Ausführung (Schallschutzmaßnahmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen sind zwingend erforderlich, da die geplante Straße voraussichtlich hochfrequentiert wird und sich die dadurch ergebenen Belastungen auf ganze Siedlungsbereiche auswirken) muss jedoch garantiert werden, dass zuerst derAutobahnanschluss und danach die Trasse von der Autobahn über die Frankfurter Straße in Richtung Wahner Straße gebaut wird, damit die Realisierung des Autobahnanschlusses sichergestellt wird und gewährleistet ist, dass die Trasse nicht an der Frankfurter Straße endet.

Sollte das Bauvorhaben L82-6n vor einer Anbindung an die A59 realisiert werden, würden mehrere Porzer Ortsteile wie z.B. Wahn, Wahnheide, Lind, Elsdorf und Urbach im Stau ersticken. Somit kann der Bau der L82-6 grundsätzlich nur mit der Gewährleistung einer Anbindung an die A59 erfolgen. Die Umsetzung der L82-6n hängt daher vom abgeschlossenen Ausbau der A59 auf 6 Fahrstreifen ab, mit dem frühestens - nach den derzeitigen Angaben - in 2028 zu rechnen ist.

Somit wird sich die momentan schon schlechte Verkehrssituation bis dahin stetig weiter verschlechtern! 

Ferner ist die Linie 7 als Hauptverkehrsmittel des ÖPNV in unserem Stadtbezirk derzeit schon am Ende ihrer möglichen Kapazität angelangt bzw. zu den Hauptverkehrszeiten weit darüber hinaus. Wenn nun die o.g. geplanten oder weitere angedachte Neubaugebiete hinzukommen, wird sich die gegenwärtige desaströse Situation gravierend verschlechtern, und wir als Bürger werden die Leidtragenden sein.

Eine reine Verlängerung der Linie 7 um zwei Haltestellen in Richtung Langel wird den aktuell überlasteten Zustand noch verstärken und ist somit eindeutig kontraproduktiv. Anwohner aus Niederkassel und dem Rhein-Sieg-Kreis werden geradewegs dazu ermuntert, ihren PKW in Zündorf zu parken und dort auf die noch leere Linie 7 umzusteigen, um so in die Kölner Innenstadt zu gelangen.

Wenn ausreichende Gesamtkapazitäten vorhanden wären, wäre dies sicherlich der richtige und beste Ansatz, um den ÖPNV zu stärken und den MIV zu verringern.

Da aber für den gesamten rechtsrheinischen Streckenverlauf der Linie 7 voraussichtlich erst nach 2030 ausreichende Kapazitäten angeboten werden können, wird dies derzeit zu einer Verdrängung bestehender ÖPNV-Nutzer zurück in den MIV (motorisierter Individualverkehr) oder andere alternative Verkehrsmittel führen. Die Förderfähigkeit einer solchen reinen Streckenverlängerung - ohne die Schaffung deutlich größerer Kapazitäten – ist daher in Frage zu stellen.

Auch die gegenwärtig viel diskutierte Stadtbahn Bonn-Niederkassel-Köln wird hieran im nächsten Jahrzehnt - in Ermangelung ihrer Existenz - nichts ändern können.

Unser Ansicht nach darf erst dann eine Verlängerung der Linie 7 um zwei Haltestellen erfolgen, wenn eine deutliche Steigerung der Kapazität durch den Einsatz von 90m Langzügen und/oder durch eine merklich erhöhte Taktung möglich ist. Eine erhöhte Taktung, z.B. durch den zusätzlichen Einsatz einer neuen Linie 8 (Porz bis Sülz), ist jedoch nach Aussage von KVB-Mitarbeitern in leitender Position erst nach dem Ausbau der Ost-West Achse mit dem Einsatz der Dreifach-Traktion (90m-Züge) möglich. Also voraussichtlich erst nach 2030!

Erst dann kann die Linie 9 in Richtung Kalk teilweise so umfunktioniert werden, dass sie als Linie 8 von Sülz über den Neumarkt in Richtung Porz fahren kann. Nur durch den Einsatz von Zügen mit Dreifach-Traktion - hierzu ist der Ausbau der Ost-West Achse Voraussetzung - ist die erforderliche Kapazität der Linie 9 so ausreichend, dass eine Linie 9 in Richtung Kalk eingespart werden kann, um als Linie 8 umfunktioniert durch das “Nadelöhr“ der Strecke Neumarkt - Deutzer Brücke – Deutzer Freiheit in Richtung Porz zu fahren.

Der Einsatz einer geplanten neuen Buslinie von Poll über den Deutzer Bahnhof bis nach Mülheim wird voraussichtlich lediglich von den ÖPNV-Fahrgästen genutzt werden, welche von Poll zum Deutzer Bahnhof oder weiter bis nach Mülheim möchten.

Der Großteil der Linie 7-Nutzer haben jedoch die Kölner Innenstadt oder weitere linksrheinisch gelegene Orte zum Ziel.

Auch durch diese neue Buslinie ist unserer Meinung nach keine nennenswerte Entlastung der angespannten Situation der Linie 7 zu erwarten.

Die Einrichtung einer Buslinie zwischen der Haltestelle Westhoven-Kölner Straße der Linie 7 und der linksrheinischen Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer über die A4 würde bei ÖPNV Nutzern mit dem Ziel des linksrheinischen Südens den Umweg, von Porz kommend über den Rhein (Deutzer-Brücke) und linksrheinisch zurück, abkürzen. Gleichzeitig könnten entgegengesetzt Bahnnutzer aus Deutz und Poll diese Verbindung ebenfalls mit dem Ziel des linksrheinischen Kölns und Bonn nutzen. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit dieser Buslinie könnte der Fahrplan auf die morgendliche sowie abendliche Berufsverkehrszeit während der Werktage begrenzt werden.

Im Gegensatz zur Buslinie Poll-Mülheim könnte hierdurch die Linie 7 und insbesondere die Strecke zwischen Deutz und Neumarkt zweifelsohne stark entlastet werden! Im Rahmen der Umnutzung des Deutzer Hafens zum Wohn- und Büroquartier wird die S-Bahn-Linie S16 über die Süd-Brücke stark propagiert. Die Süd-Brücke ist jedoch nach Aussage der Fachleute durch den Güterverkehr ausgelastet und lässt keine Doppelnutzung zu, so dass zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise über den Rhein und die komplette Strecke bis zum Hansaring gebaut werden müssen. Selbst bei optimistischer Planung wird dies kaum unter 15 Jahren zu schaffen sein! 

Die Wohnbebauung wird ab 2020 beginnen und somit aufgrund mangelnder Alternativen ebenfalls die bereits heute überlastete Linie 7 zum Kollabieren bringen!

Daher fordern wir als vernetzte Gemeinschaft, dass erst nach einer deutlichen Verbesserung der Infrastruktur - sowohl im Straßen- als auch im ÖPNV-Bereich – im Stadtbezirk 7 weitere Neubaugebiete errichtet werden dürfen!

 Wir bitten Sie, dies bei Ihrer weiteren städtebaulichen Planung zu berücksichtigen.

 

Im Voraus herzlichen Dank für Ihre Mühen. Für Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

i.V. der vernetzten Gemeinschaft Bürgervereine Gremberghoven, Langel, Libur, Porz-Mitte, Poll, Wahn-Wahnheide-Lind, Urbach, Zündorf, der Bürgervereinigung Ensen-Westhoven, der Grengeler Ortsgemeinschaft und dem Förderkreis Rechtsrheinisches Köln

 

          gez. Simin Fakhim-Haschemi                                            gez. Hans Baedorf

                                                         Sprecher/in der Vernetzung

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21.09.2018


 

anbei ein knapper Infobrief:


das ISEK wurde endlich beschlossen, mit wichtigen Änderungen, die wir auch in den Beirat eingebracht hatten. Das ist ein großer Erfolg und wir möchten Ihnen für Ihre Unterstützung auf diesem Weg danken.

Gleichzeitig möchten wir Interessierte einladen, sich punktuell (oder gerne auch länger) in den Arbeitskreisen zu beteiligen. Konkret steht z.B. ein Treffen des AK Soziales und des AK Attraktive Innenstadt/ Gesamtporz an. Thematisch wird es dabei einerseits um soziale Belange gehen, zum anderen wird der AK Innenstadt sich mit der Gestaltung der Freiflächen in der Innenstadt beschäftigen (dazu gehört auch die Gestaltung der Brücke über die Hauptstraße). Zudem wollen gemeinsam beide AKe sich den Angsträumen in Porz widmen.

Hier wären wir sehr froh, wenn die AKe bei der inhaltlichen Arbeit noch Unterstützung von interessierter Seite bekämen. Sollten Sie Interesse haben, kontaktieren Sie uns einfach über die Mail-Adresse -> buendnis-porz-mitte@web.de.

Mit freundlichen Grüßen

für den Vorstand

Dr. Klaus Schäfer

Geschäftsführer 


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02.09.2018

E  I  N  L  A  D  U  N  G


das Bündnis Porz-Mitte wird gemeinsam mit der AWO Porz am 2. September ab 15°° Uhr ein Café am Rheinboulevard vor dem Porzer Rathaus für einen Tag eröffnen. Das Bündnis setzt sich – wie auch andere Institutionen und Vereine in Porz – schon länger für eine Belebung des Rheinboulevards durch ein breiteres gastronomisches Angebot ein.

Gleichzeitig möchten AWO Porz und Bündnis auch darauf aufmerksam machen, dass die bisherigen Planungen zur Revitalisierung von Porz die Belange älterer Mitmenschen zu wenig berücksichtigen und dementsprechende Angebote vermissen lassen.

Die AWO Porz und das Bündnis Porz-Mitte möchten mit dieser Aktion einmal mehr veranschaulichen, wie attraktiv das Rheinufer für alle Porzer genutzt werden kann. Das Rheinufer ist ein attraktiver Trumpf für die Porzer Innenstadt, Porz muss seine Trümpfe nur ausspielen.

 


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05.07.2018

Sehr geehrte Mitglieder,

anbei erhalten Sie, wie in der letzten Umfrage von über 82 % aller Teilnehmenden gewünscht, die Stellungnahme des Bündnisses zum Bebauungsplan-Entwurf für die Neue Mitte in Porz. Gern können Sie diese Stellungnahme als Vorlage für Ihre eigene Stellungnahme verwenden, kürzen, erweitern etc.  Sie können diese Stellungnahme direkt an das Stadtplanungsam oder das Amt für Anregungen und Beschwerden schicken: 

Die wichtigsten Adressen lauten:

Stadtplanungsamt: elke.muessigmann@stadt-koeln.de

Amt für Anregungen und Beschwerden: geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt-koeln.de;

In Kopie können Sie zudem auch die politischen Parteien und den Stadtentwicklungsausschuss in Kenntnis setzen:

Stadtentwicklungsausschuss (Geschäftsführung des Ausschusses) uwe.freitag@stadt-koeln.de

Politik in Porz: cdu-bv7@stadt-koeln.de; gruene-bv7@stadt-koeln.de; spd-bv7@stadt-koeln.de; dielinke.koeln@stadt-koeln.de; fdp-fraktion@stadt-köln.de

 

Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs Nummer 74393/04 mit Begründung erfolgt in der Zeit vom 14. Juni bis einschließlich 13. Juli 2018 beim Stadtplanungsamt (Stadthaus),Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln,

 

Montag und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Dienstag von 8 bis 18 Uhr, Mittwoch und Freitag von 8 bis 12 Uhr,
sowie nach besonderer Vereinbarung, in Zimmer 09 B 23. Bis zum 13. Juli 2018 einschließlich können Stellungnahmen (auch per E-Mail) eingereicht werden, über die der Rat entscheidet.

 

 

Zudem möchte ich noch (einmal) auf 3 Termine hinweisen:

Am 5. Juli findet um 17°° Uhr im Bezirksrathaus die Vernissage zu den Entwürfen der drei neuen Gebäude der Neuen Mitte Porz (ehemalige Hertie und Ebertplatz) statt.

Am 09.Juli findet um 18°° Uhr die Sitzung der Bezirksvertretenden im Porzer Rathaus statt. Auf dieser Sitzung wird über unsere Anträge im Beirat abgestimmt  - u.a. z.B. unsere Forderung, 16 Mio für soziale, wirtschafts- und bildungsfördernde Projekte zu investieren. Den anwesenderen Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik dürfte die Entscheidung leichter fallen, wenn aus der Porzer Bürgerschaft zahlreiche Menschen ihr deutliches Interesse durch ihre Anwesenheit bekunden.

Am 12. Juli laden wir zu  einem offenen Treffen aller derzeit aktiven Arbeitskreise ein. Das Treffen findet am 12. Juli 2018 um 19:30 in der AWO, Glashüttenstraße 18 statt und ist auch offen für alle Interessierten, die bisher nicht in einem AK engagiert waren. Ziel ist es einerseits die anstehenden Planungen und das vorliegende ISEK zu werten, Veränderungswünsche zu bündeln und zu schauen, welche Schritte als nächstes sinnvoll erscheinen. Wir würden uns sehr freuen, wenn zahlreiche Mitglieder die Gelegenheit nutzen würden, und ihre Ideen in die Diskussion einbringen würden.

Wir hoffen, viele von Ihnen bei der einen oder anderen Veranstaltung  begrüßen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

für den Vorstand 

Dr. Klaus Schäfer

Geschäftsführer 

Lesen Sie hier nun die Stellungnahme:

Bündnis Porz-Mitte - c/o Dr. Klaus Schäfer - Mainstr. 25, 51149 Köln


An das Amt für Stadtentwicklung

der Stadt Köln

zeitgleich an die BV Porz

und die Fraktionen im Rat der Stadt Köln

                                                                                                                     Porz, 29.06.18

 

Stellungnahme zum Bebauungsplanentwurf 74393/04

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus Sicht des Bündnisses Porz-Mitte möchten wir folgende Anmerkungen und Änderungsvorschläge zum Bebauungsplan-Entwurf 74393/04 machen:

I. Festsetzung des Plangebietes des B-Plan-Entwurfs 74393/04 :

Bei der Festsetzung des Plangebietes (S. 13) wird ein Teil der Pavillons und Brücke ausgeschlossen, ohne erkennbaren Grund und im Widerspruch zu den weiter beabsichtigten Plänen. Wenn die Niederlegung der Pavillons auf der Brücke sinnvoll ist (S. 2 und 52), dann wäre es sinnvoll, die gesamten Pavillons in den B-Plan einzubeziehen und nicht nur Teile der Pavillons auf der Brücke, auch im Hinblick auf die in Aussicht genommene Niederlegung der Pavillons sowie eine mögliche und aus unserer Sicht sinnvolle Erweiterung des Brückenkörpers, die erst eine wirkliche Sichtachse zum Rhein gewährleisten würde (s. Fotos im Anhang).

Zudem sollte die Brücke an beiden Seiten über der Hauptstraße zu einer kleinen Piazza verbreitert werden, was nach Auskunft von Bauingenieuren statisch bei der bestehenden Unterkonstruktion gar kein Problem darstellt und dann auch tatsächlich die optische Flucht zum Rhein betont. Dementsprechend sollte das gesamte Brückenbauwerk Teil des Plangebietes sein und eine solche Brückenverbreiterung eingeplant werden.

Der B-Plan-Entwurf enthält nicht das sogenannten Schlauchhaus, welches sich im städtischen Besitz befindet. Dies ist insofern problematisch, da nach Abbruch des Dechant-Scheben-Hauses dann eine Baulücke, die allein durch eine Trafostation besetzt wird, zwischen dem neuen Gebäude 3 und der bestehenden Bebauung entsteht. Dies führt zu einem baulichen Missstand, der sinnvollerweise in vorbeugender Planung behoben wird. Gerade das Schlauchhaus-Areal wird die beste Lage am verbleibenden Restplatz haben und eignete sich daher idealiter für Außengastronomie, die die bisherigen Planungen im Haus 3 im EG nicht vorsehen. Um eine Gestaltung der Platzfläche aus einem Guss zu erzielen, ist es daher unbedingt wünschenswert, wenn das Schlauchhaus, das zur Zeit nur von 5 Parteien bewohnt und nur über einen behelfsmäßig installierten zweiten Rettungsweg verfügt, in das Plangebiet eingeschlossen würde und angemessen überplant würde, um einen gelungenen, vermittelnden Anschluss zwischen dem neuen Gebäude 3 und der bestehenden Wohnbebauung an der Bahnhofstraße/Ecke Friedrich-Ebert-Platz zu erhalten (s. Bilder im Anhang).

II. Platzgröße/Platzgestaltung/Ausgleichsmaßnahmen

Platzgröße/Platzfläche (S. 37/38): Der B-Plan behauptet es werde eine “angenehm proportionierte Platzfläche” (S. 37) geschaffen. Diese subjektive Wertung ist eine Gummi-Formulierung und entbehrt jeglicher faktischer Unterfütterung. Was angenehm proportioniert ist, mag sehr unterschiedlich ausfallen.  Die von den Bürgerinnen und Bürgern angeregte und angemahnte größere Platzfläche fehlt und wurde nicht umgesetzt. Aus Sicht der Bewohner leidet hier die städtebauliche Qualität, weil die verbleibende Platzfläche unangemessen unterdiomensioniert ist und nicht Ort eines lebendigen Austauschs mit Außengastronomie und Aufenthaltsbereichen für Senioren und Kinder sein kann. Die Auslagerung der Spielfläche auf einen etwa 1 km entfernten Spielplatz ist unzureichend, die fehlende Durchgrünungsvorgabe für die Platzfläche widerspricht den Erfordernissen eine klimawandelfolgenangepassten Planung und eine solche ist stadtklimatisch unbedingt wünschenswert.

Es fehlen Vorgaben bei der Platzgestaltung. Mit Verweis auf den Wettbewerb wird jeweils beteuert, man könne dem nicht vorgreifen, gelichzeitig aber schafft man verbindliche Vorgaben z.B. bei der Verwendung heller Baumaterialien auch für den Platzbereich (S. 42). Insofern ergeht sich der Plan in abstrusen Formulierungen wie “stadtklimatisch positive Auswirkungen können durch die Freiraumgestaltung erzielt werden” – das bleibt dann doch ein wenig unkonkret. In diesem Punkt fällt auch auf, dass ein Nachweis einer angenommenen Verbesserung des Windfeldes nicht geführt wird. Die Verzahnung von ISEK /landschaftsplanerischem Wettbewerb (S. 7) und der Bebauung nach B-Plan ist unzureichend und unkonkret. Wenn die Freiflächengestaltung in das ISEK verlagert wird, sind dann nicht auch die Fassadengestaltungen der 3 Baukörper als Bestandteil des ISEK aufzufassen, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Freiflächengestaltung haben werden ?

Auch der Verweis auf den kompensatorisch auszubauenden Spielplatz an der Ecke Steinstraße/Rathausstr. ist mir nicht nachvollziehbar (S. 9).  Warum wird dies nicht im Bereich nördlich der Karlstraße oder auf der Rückseite des Bezirksrathauses vorgesehen ?. Die vorgesehene Einrichtung ist viel zu weit vom Zentrum entfernt und kann von Kindern NICHT selbständig aufgesucht werden. Die Grünanlage auf der Rückseite des Bezirksrathauses ist derzeit eingezäunt und wir nicht genutzt. Hier wäre eine Belebung des Quartiers durch einen attraktiven Spielplatz sinnvoll. Der entstehende Kinderlärm dürfte rechtlich gesehen kein Hinderungsgrund sein.

Ebenfalls unverständlich ist, warum die für Porz gültige Gestaltungssatzung hier keine Anwendung findet (S. 26). Wenn eine Planung von der Gestaltungssatzung abweicht, legitimiert dies kaum ein Außerkraftsetzung der bestehenden Gestaltungssatzung, sondern erfordert doch in der Regel eher eine Überarbeitung der Planungen. Die Begründung für ein Außerkraftsetzen der Gestaltungssatzung ist somit nicht hinreichend, weil nur die Existenz einer abweichenden Planung nicht zur Aufhebung der Gestaltungssatzung im vorliegenden Bereich führen kann. Die Planung ist der Satzung entsprechend anzupassen.

III. Planungen zu Haus 1

Ein Supermarkt in Haus 1 stellt kein angemessenes zentralörtliches Versorgungsangebot dar und bedarf daher einer entsprechenden, vorgegebenen spezialisierten Profilierung mit einem entsprechenden Angebot, um die Nutzung des EG durch einen Supermarkt mit dann zentralörtlich angemessenem Angebot an dieser Stelle vertretbar erscheinen zu lassen.

Die Nutzung des Erdgeschosses von Haus 1 durch einen Supermarkt ist suboptimal, da der Supermarkt keine Schaufensterflächen benötigt und somit die möglichen Schaufensterflächen nicht angemessen genutzt werden. Eine Gestaltung des Supermarkt mit offener Ladenfront im Erdgeschoss im Sinne eines Food Court erscheint als einzige Möglichkeit, dieses Manko zu beheben, ist aber im B-Plan-Entwurf gar nicht vorgegeben. Es bleibt unklar, wie der Suparmarkt die Fensterflächen, deren Beklebung verboten ist, sinnvoll bespielen und zur Darstellung von Waren nutzen soll.

IV. Defizite im Planungsentwurf bei Erneuerbare Energien

und Stadtklimatisch zeitgemäße Planungen

Es fehlen jegliche Angaben zum Bereich Erneuerbare Energien. Da, wo das Rubrum (z.B. S. 41) aufgeführt wird, gibt es nur Ausführungen zur Beschattung/Besonnung. Eine sinnvolle Vorgabe wie z.B. die Versorgung über ein Blockheizkraftwerk oder aber Solardächern (z.B. PV-Anlage) fehlt völlig und ohne Grund bleibt hier der B-Plan weit hinter einer zeitgemäßen Planung zurück.

Unklar ist folgender Passus auf S. 33/ gleichlautend 39: Eine Neugestaltung des Plangebietes, das den heutigen gestalterischen Ansprüchen und klimatischen Anforderungen entspricht, ist nicht umsetzbar. Die Neupflanzung stadt- und klimageeigneter Bäume ist nicht möglich.

Hier fehlt eine Begründung für diese apodiktisch lapidar konstatierten Behauptungen, i.e, warum dies nicht möglich ist. Ebenfalls fehlt der Versuch, dieses wenigstens ansatzweise doch zu realisieren.

V. Weitere Planungsdefizite

Auch nicht nachvollziehbar erscheint, warum die Bahnhofstraße nicht mehr als reine Fußgängerzone geführt wird (S. 13), damit Stellplätze für die Kirche dort vorgehalten werden können. Ließen sich die nicht auch in der Tiefgarage realisieren ?

Auch die Begründung der Statthaftigkeit der Überschreitung der zulässigen Geschossflächenzahl scheint nicht triftig (S. 11). Die Überschreitung der GFZ ist allein auf die Wohnfunktion ab 1. OG zurückzuführen und als zentrumsfremde Funktion kein hinreichender Grund für die Überschreitung der GFZ. Die aufgezählten Nutzungen mit Zentrumscharakter sind alle im Erdgeschoss angesiedelt, eine darüber ansetzende Wohnbebauung rechtfertigt keine Überschreitung der GFZ. Die Überschreitung der GFZ hat nachteilige Wirkung auf die wohngesundheitlich wichtigen Beleuchtungsverhältnisse auf der Platzfläche wie auch im 1. und 2. OG der angrenzenden Wohnbebauung Wilhelmstraße,

Hier fehlen Möglichkeiten zur gewerblichen Nutzungen im 1. OG der Gebäude, die für eine wirtschaftliche Förderung der Innenstadt dringend nötig werden, da durch ausgewiesene Büroflächen auch Arbeitsplätze in der Innenstadt zu einer Belebung der Innenstadt beitragen. Dies gilt umso mehr, als mit der Aufwertung der Innenstadt ein solcher Bedarf entstehen wird, man hier also antizipierend planen müsste.

Bitte bestätigen Sie den Eingang des Schreibens und informieren Sie uns über die weitere Berücksichtigung der vorgebrachten Punkte.

mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand
Dr. Klaus Schäfer
Geschäftsführer

 

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15.06.2018

                                     Sehr geehrte Bündnis - Mitglieder,

das ISEK liegt auf dem Tisch und mit ihm eine Menge inhaltlicher Herausforderungen. Wie der Presse zu entnehmen war, sehen wir erheblichen Nachbesserungsbedarf in vielen Punkten. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass Politik und Verwaltung gut ausgearbeiteten Vorschlägen gegenüber offen sind und insofern geht es jetzt an die inhaltliche Konkretisierung unserer Wünsche, z.B. zum Rheinboulevard, zur Platzgestaltung, zu sozialen Projekten etc.

Wir möchten daher alle Mitglieder, die Interesse an der inhaltlichen Diskussion haben, einladen, an einem offenen Treffen aller derzeit aktiven Arbeitskreise teilzunehmen. Das Treffen findet am 12. Juli 2018 um 19:30 in der AWO, Glashüttenstraße 18 statt. Ziel des Treffens ist es, einerseits die inhaltlichen Schwerpunkte unserer Arbeit an die Veränderungen durch das ISEK anzupassen und zum anderen vielleicht neue Arbeitskreise zu initiieren, in denen wichtige inhaltliche Punkte konkretisiert werden. Natürlich sind Sie auch herzlich willkommen, wenn Sie sich zwar eine Mitarbeit in einem Arbeitskreis nicht direkt vorstellen können, aber Interesse daran hätten, Ihre Sicht der Dinge zur Diskussion beizusteuern und so die Diskussion mit neuem Input zu bereichern.

Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Mitglieder an diesem offenen Treffen teilnehmen würden.

Zudem möchten wir alle Mitglieder zu einer ersten Umfrage zum ISEK und zur Neuen Mitte Porz (den Entwurf des Bebauungsplans hatte ich dem letzten Info-Brief beigefügt) einladen, in der wir eine erste Konkretisierung unserer Aufgabenschwerpunkte erfragen.

Die Umfrage ist anonym und benötigt etwa 5-8 Minuten Zeit. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen, weil dies wichtige Orientierungen für unsere Arbeit gibt. Die Umfrage erreichen Sie über folgenden Link:

https://www.surveymonkey.de/r/FJV7KPW

In der Hoffnung, Sie auf die inhaltlichen Fragen zum ISEK neugierig gemacht zu haben und mit dem Wunsch, möglichst viele Mitglieder am 12. Juli 2018 begrüßen zu können, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand
Dr. Klaus Schäfer
Geschäftsführer

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04.06.2018

 

Bündnis Porz-Mitte fordert 16 Mio. Euro zusätzlich für Porz


Nach Durchsicht des von der Stadt nun vorgelegten Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) kritisiert das Bündnis Porz-Mitte das Fehlen von Fördergeldern für soziale, kulturelle, integrative , bildungs- und wirtschaftförderliche Projekte. Während die Analyse im ersten Teil des ISEK ganz eindeutig die sozialen Probleme in Porz-Mitte benenne, enthielte der zweite Teil nicht ein einziges gefördertes Projekt, das auf diese Probleme antworte. Das ISEK enthalte keinerlei integrierten Ansätze, sondern konzentriere sich allein auf städtebauliche Maßnahmen. Allein mit Steinen wird man den Problemen von Porz Mitte aber nicht beikommen können.

 

Angesichts des Umstandes, dass die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund im Projektgebiet fast doppelt so hoch wie im Stadtdurchschnitt ist, die Zahl der SGB II Empfänger mehr als doppelt so hoch und bei den unter 15-Jährigen fast sogar dreimal so hoch wie im Durchschnitt der Stadt Köln, sieht auch das ISEK in der Schlussfolgerung hier Handlungsbedarf. Im Maßnahmenkatalog des ISEKs gibt es dann aber keine diesbezüglichen Maßnahmen.

Das Bündnis verweist auf den vom zuständigen Ministerium des Landes NRW herausgegebenen Leitfaden zur Erstellung Integrierter Handlungskonzepte, in dem es zur Revitalisierung solcher Quartiere heißt:
"Durch eine städtebauliche Aufwertung kann das Gebiet wieder an Attraktivität gewinnen. Parallel muss aber auch die Situation in anderen Bereichen verbessert werden, z.B. das Qualifikationsniveau von Arbeitslosen oder der Bildungserfolg an den Schulen. Würde einseitig nur bei den städtebaulichen Defiziten angesetzt, ohne z.B. auch in soziale, kulturelle und bildungsrelevante Strukturen zu investieren, wäre eine positive Gesamtentwicklung des Quartiers nicht zu gewährleisten." 
(Ministerium für Wirtschaft, Energie, Wohnen, Bauen und Verkehr des Landes NRW, Integrierte Handlungskonzepte in der Stadtentwicklung, Leitfaden für Planerinnen und Planer, Düsseldorf 2012, S. 13) 

Betrachtet man sich das vergleichbare Handlungskonzept für Mülheim 2020, so wurden vom Gesamtvolumen von über 40 Mio Euro über die Hälfte für sozial-integrative, qualifizierende und wirtschaftsfördernde Maßnahmen veranschlagt. Beim Porzer ISEK mit einem Gesamtvolumen von 20 Mio Euro fehlen diese Maßnahmen völlig. 

Das Bündnis fordert daher eine massive Nachbesserung des Konzeptes und veranschlagt den zusätzlich nötigen Bedarf an Fördermitteln bei der im Vergleich zu Mülheim etwas geringeren Bevölkerungszahl in Porz auf 16 Mio. Euro für sozial-integrative, kulturelle, qualifizierende und wirtschaftsfördende Maßnahmen. Nur dann verdiene das Intergierte Stadtentwicklungskonzept auch seinen Namen.

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18.05.2018

Sehr geehrte Mitglieder,

 

das ISEK ist da. Die verwaltungsinterne Abstimmung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Porz Mitte ist nunmehr abgeschlossen und die Schlusszeichnung von Frau Reker erfolgt, so dass das Konzept unter folgendem Link abgerufen werden kann („Anlage 1 ISEK Porz Mitte Abschlussbericht“):

https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=74274

Die Beschlüsse der einzelnen Gremien können in den nächsten Wochen ebenfalls unter diesem Link verfolgt werden.

Als erstes soll das ISEK Porz Mitte nun am 5.6.18 um 17°° in einer öffentlichen Beiratssitzung im Matthias Chlasta-Saal in Rathaus Porz besprochen, danach am 3.7. in der Bezirksvertretung Porz und danach im September im Rat besprochen und beschlossen werden.

Wir würden uns freuen, wenn viele Interessierte bei der nächsten Beiratssitzung dabei sein könnten.

Nachdem wir uns fieberhaft um die Verlegung des ursprünglich angesetzten Termins (29.Mai) bemüht haben, weil dies aus unserer Sicht unzulässig kurzfristig war und wir wiederholt darauf hingewiesen haben, dass dem Beirat immer wieder zugesichert worden ist, dass er 4 Wochen zur Analyse und Ergänzung des ISEKs haben werde, sind wir froh, dass unsere Sacheingaben bei den Verantwortlichen Gehör fanden. Aus unserer Sicht bedarf das ISEK auch in vielen Punkten der Nachbesserung - so fehlen z.B. jegliche sozialen Projekte, es gibt kein Sicherheitskonzept und bestimmte Ideen aus der Bürgerschaft zur Gestaltung des Rheinboulevards oder einer Mobilitätsstation sind auch nicht berücksichtigt oder gestrichen worden. Da werden wir  - mit Ihrer Unterstützung - versuchen, doch mehr Ergebnisse der beiden Bürgerbeteiligungen wieder in das ISEK zu bekommen. Dabei werden wir versuchen, Sie als Mitglieder angemessen zu beteiligen - dazu anbei eine kleine, 3 Fragen umfassende anonyme Umfrage (dauert maximal 2 Minuten) - bitte bis zum 29.5.2018 beantworten.

https://www.surveymonkey.de/r/QSMW6HS - Bitte vergessen Sie nicht, am Ende auf den "Fertig"-Button zu klicken und so auch ihre Antworten abzuschicken. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

 

Mit freundlichen Grüßen - für den Vorstand

Dr. Klaus Schäfer - Geschäftsführer




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14.05.2017

Reaktion der "vernetzen Gemeinschaft der Bürgervereine Porz/Poll", der wir auch angehören, zur Pressemitteilung der Stadt Köln, gerichtet u.a. an Frau Reker, Frau Blome, Herrn Fenske

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Ihrer Pressemitteilung - Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in Köln vom 14.05.2018 - schreiben Sie folgenden Satz " Für die Linie 7, in deren Einzugsbereich umfangreiche Stadtentwicklungsprojekte wie der Deutzer Hafen und Zündorf-Süd liegen, sind in der Hauptverkehrszeit Taktverdichtungen vorgesehen, die zu einer Verdoppelung des Angebots führen sollen".

Als Porzer Bürgervereine sind wir sehr an einer Kapazitätssteigerung der Linie 7 interessiert und würden die von Ihnen geplante Taktverdichtung ausdrücklich begrüßen.

Könnten Sie uns bitte mitteilen, wie die genaueren Planungen zur Taktverdichtung aussehen? Ist es geplant eine Linie einzurichten, die nur bis zur Deutzer Freiheit fährt?

Stellt die Deutzer Brücke/ Streckenabschnitt bis Neumarkt kein " Nadelöhr" in Bezug auf die Taktverdichtung dar?

Bisher wurde immer gesagt, dass eine Kapazitätssteigerung der Linie 7 ins linksrheinische Köln erst möglich wird, wenn die Ost-West Achse "aufgerüstet" ist.

Ist dieser Ansatz überholt ? Gibt es nun andere Lösungswege?

Über eine kurze Rückmeldung würden wir uns sehr freuen.

Im Voraus herzlichen Dank.

Mit besten Grüßen

Simin Fakhim, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin,1. Vorsitzende Urbacher Bürgerverein e.V.

Hans Baedorf, Technischer Direktor Krankenhaus Porz am Rhein, 1. Vorsitzender Bürgerverein Zündorf e.V 


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30.04.2018

Offener Brief des Bündnisses Porz-Mitte zur fehlenden Beteiligung der Porzer Bürgerschaft bei der Entscheidung über das künftige Aussehen der Porzer Innenstadt


Sehr geehrte Frau Reker,
sehr geehrte Verantwortliche in Politik und Verwaltung,

abermals möchten wir Ihr Augenmerk auf den Stadtteil Porz und hier insbesondere auf den Beirat und die anstehenden Bauprojekte in Porz Mitte lenken.

Im Rahmen der Revitalisierung der Porzer Innenstadt entstehen drei neue Gebäude, eines davon in städtischer Regie, zwei weitere werden von privaten Investoren erstellt. Da diese drei Gebäude das neue Zentrum darstellen werden, liegt es auf der Hand, dass die Gestaltung der Baukörper von besonderer Bedeutung ist. Ob sich die Porzer wohl fühlen werden in ihrer neuen Innenstadt oder nicht, wird in wesentlichem Maße von der Anmutungsqualität der neuen Gebäude und der neuen Platzfläche abhängen.

 

Umso unverständlicher ist es für uns als Vertretung der Porzer Bürgerschaft, dass die Bewohner von Porz an dieser Entscheidung über das künftige Aussehen der Innenstadt keinerlei Anteil haben sollen. Das in städtischer Regie entstehende Gebäude 1, dem eine wegweisende Gestaltungsrolle zukommt, wird unabhängig von der Bürgerbeteiligung gestaltet. Für Haus 2 und 3 sind Qualifizierungsverfahren angestrengt worden, bei denen innerhalb der Fach-Jury nur der Bezirksbürgermeister und der Bezirksamtsleiter als Vertreter für Porz die Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen können. Dabei ist der Bürgeramtsleiter sogar Vorsitzender des Beirates und könnte also eigentlich - von dort mit einem Votum ausgestattet - sich für die Porzer Auswahl stark machen, aber die terminliche Taktung ist so eng, dass der Beirat den Bezirksamtsleiter gar nicht beraten kann, weil die nächste Sitzung des Beirates erst nach Abschluss des Quialifizierungsverfahrens stattfinden wird.

 

Auch die Politiker vor Ort wurden von der Diskussion und Beteiligung ausgeschlossen. So hat unlängst der zuständige Ausschuss des Rates eine Beteiligung der Porzer Bezirkspolitik mit der Begründung abgelehnt, dies sei unüblich.

 

Sehr geehrte Frau Reker, als Sie antraten, haben Sie sich für einen neuen Politikstil stark gemacht und mit dem Instrument der „Stadtgespräche“ haben Sie gezeigt, dass Ihnen bürgerschaftliche Partizipation wichtig ist. Es betrübt uns sehr, dass hier viele Menschen an der Entscheidung über das zukünftige Antlitz von Porz beteiligt sind, aber just eben gerade keine wirkliche Vertretung der Porzer Bürgerschaft daran beteiligt wird. Nicht-Porzer entscheiden hinter verschlossenen Türen darüber, in welcher Innenstadt die Porzerinnen und Porzer demnächst leben werden. 
Es stellt sich die Frage, welche Rolle der Beirat als Vertretung der Porzer Bürgerschaft dann eigentlich hat, wenn er an zentralen Fragen gar nicht beteiligt wird. Das kann nicht im Interesse einer bürgerschaftlichen Partizipation sein. So etwas stößt in Porz auf Unverständnis und schürt Politikverdrossenheit, fühlen sich doch viele von den gerade wichtigen Fragen ausgeschlossen.

 

Wir möchten Sie bitten, sich dafür stark zu machen, dass neben den Experten auch die Porzerinnen und Porzer über die zukünftige Gestalt der Innenstadt von Porz mit entscheiden dürfen. Gerade im Rahmen von Haus 1, welches ja von der stadteigenen Tochter moderne stadt errichtet wird, dürfte dies sich eigentlich relativ einfach realisieren lassen. Und auch für die Gestaltung der Häuser 2 und 3 in der Innenstadt wäre eine stärkere Einbindung der Bürgerschaft vor Ort wünschenswert.

 

Bitte teilen Sie uns doch mit, wie Sie dies sehen und welche Möglichkeiten zur stärkeren Beteiligung der unmittelbar Betroffenen Sie sehen.

Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand
Dr. Klaus Schäfer
Geschäftsführer

 

 

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05.04.2018

Bündnis Porz Mitte informiert    

Herr Tillmann bittet, folgende Mail an die Mitglieder des Bündnisses Porz-Mitte weiter zu leiten. Wir möchten Herrn Tillmann für sein großes Engagement und seinen unermüdlichen Einsatz für das Bündnis ganz herzlich danken und wünschen ihm viel Erfolg auch in seinem Engagement für den Bauspielplatz Senkelsgraben.

Mit freundlichen Grüßen für den Vorstand

Dr. Klaus Schäfer  

„ich werde unmittelbar nach Ostern gegenüber der Stadt Köln meinen Verzicht auf die weitere Wahrnehmung meiner Funktion als gewähltes Mitglied des Beirates für die Porzer Mitte erklären; gleichzeitig gebe ich hiermit ebenfalls meinen Austritt aus dem Bündnis für Porz-Mitte bekannt.

Als Gründungsmitglied, ehemaliger Geschäftsführer und Vorsitzender des Bündnisses habe ich mich stets für Fortschritte bei der Revitalisierung der Porzer Innenstadt und für die jeweiligen Interessen unserer Bündnismitglieder eingesetzt und dabei sehr viel Arbeit und erheblichen Zeitaufwand investiert. Mit der Niederlegung des ehemaligen Karstadt-/Hertie-Komplexes ist inzwischen ein wesentlicher Meilenstein erreicht, der die Voraussetzung für unsere neue Porzer Mitte bildet.

Die intensive Bündnisarbeit kollidierte immer mit anderen Verpflichtungen und ehrenamtlichen Tätigkeiten, so auch mit meinen Aufgaben als Geschäftsführer des Fördervereins Bauspielplatz Senkelsgraben in Wahnheide e.V., die mir seit nun 15 Jahren obliegen. Dabei ist mir der Ausgleich zwischen teils unterschiedlichen Interessen bislang überschaubar geblieben. Die Aufgabenstellung unseres Fördervereines hat seither aber völlig neue Dimensionen und Herausforderungen offenbart, nachdem uns die Stadt Köln seit 2017 – so auch wiederholt nun für 2018 beabsichtigt – deutliche Mittelkürzungen für die Betreuung insbesondere der vielen hier wohnenden Kinder und Jugendlichen aus nahen Flüchtlingsunterkünften zumutet. Zudem reagiert die Stadt nicht auf dringenden Sanierungsbedarf ihrer eigenen Sanitärcontainer, die auf unserem Gelände seit nunmehr über 30 Jahren regelrecht verkommen sind. Auch die gesamte Geländeeinzäunung der Stadt wird trotz zahlreicher Zaunschäden und Öffnungen weiterhin nicht repariert, so dass unerlaubte Zutritte außerhalb unserer Öffnungszeiten bisher ohne erkennbare Reaktion seitens der Stadt Köln mit allen daraus möglichen Folgerungen (Einbrüche, Vandalismus, Haftungsfragen Stadt oder Vorstandsmitglieder unseres Vereines) fortgesetzt in Kauf genommen werden (müssen).

In der aufgezeigten, höchst prekären Situation unserer ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit ist eine Intensivierung der Vereinsarbeit somit dringender geboten denn je. Es entspricht daher dem einvernehmlichen Vorstandswunsch, die Mängelbeseitigungen und unsere Standortsicherung als private Kinder- und Jugendeinrichtung gegenüber der Stadt mit allem Engagement zu vertreten, um den Fortbestand der Einrichtung mit höchster Priorität zu gewährleisten.

Es hat mich gefreut, meinen Teil zu einer erfolgreichen Bündnisarbeit beigetragen zu haben, wofür ich allen Mitwirkenden und Unterstützerinnen danke. Ich bitte den Vorstand deshalb, die erreichbaren Bündnismitglieder, denen ich seit Bündnisgründung nach wie vor verbunden bleibe, wortgleich zu unterrichten. Dafür vielen Dank!

Mit der Bitte um Verständnis für diese persönliche Entscheidung wünsche ich dem Bündnis weiterhin Erfolg bei der Arbeit, die ich selbstverständlich im Rahmen meiner Möglichkeiten auch zukünftig konstruktiv begleite.

Ich wünsche uns allen ein blühendes, erstrahlendes, pulsierendes und lebendiges Porz-City; aber auch einen zukunftssicheren integrativen Bauspielplatz am Senkelsgraben in Wahnheide für Kinder und Jugendliche aus allen Ländern, und zwar ohne dass sich die Stadt Köln ihrer Verantwortung für unser bürgerschaftliches Veedelsengagement am Ort noch länger verweigert.

Freundliche Grüße

Karl-Heinz Tillmann

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22.03.2018 

Pressemitteilung des Bündnisses Porz-Mitte 

zur zukünftigen Gestaltung des Rheinboulevards und der derzeitigen problematischen Handhabung des ISEKs durch die Stadt Köln

Nachdem die weitreichenden Streichungen der Stadt im Revitalisierungs-Projekt zur Porzer Innenstadt auf der letzten Mitgliederversammlung Zorn und Ärger hervorgerufen haben, möchte das Bündnis nun das so entstandene Vakuum durch konkrete Diskussionsvorschläge füllen und so den Entscheidungs- und Planungsprozess vorantreiben und beschleunigen.

Frau Scholz vom Amt für Stadtentwicklung hatte auf der Beiratssitzung am 29.01.18 die als Endfassung überschriebene Fassung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) vorgestellt. Danach blieb nach der Überarbeitung durch die Stadt von den Wünschen der Bürgerbeteiligung und dem NRWurban-Konzept (das man in Gänze vorzulegen sich beharrlich mit immer neuen Begründungen weigerte) nur noch wenig übrig. Die Liste der von der Bürgerschaft gewünschten Projekte, die nun von der Stadt gestrichen wurden, ist sehr lang:

x Neuordnung und Vergrößerung der verbleibenden Friedrich Ebert Platzfläche

x soziale-integrative Maßnahmen

x Neugestaltung der öffentlichen Flächen

x Innenstadtmanager

x Mobilitätsstation am Busbahnhof

x Sicherheitskonzept

x Verlagerung des Durchgangsverkehrs

x Mehr Personal für soziale Einrichtungen

x Umgestaltung der Haltestelle der KVB

x Porzer Talente für benachteiligte Jugendliche

x Stationäre Gastronomie am Rheinboulevard

x Vorschläge des SeniorenNetzwerks Porz

x Neubau Grundschule auf dem Schulareal mit Stadtgarten und evt. Wohnbebauung

x öffentliche Parkanlage an der Glashütte/ Multifunktionsanlage mit Bolzplatz

x Rad- und Fußwegkonzept

x Fassadenprogramm

Nach dieser Streichorgie, der unter anderem alle sozial-intergrativen Projekte zum Opfer fielen, blieben lediglich folgende Punkte erhalten:

√ Umgestaltung Rheinboulevard (Wettbewerb)

√ Neugestaltung von Brücke und Zugängen zum Rhein (Wettbewerb)

√ Umgestaltung Hauptstraße (Wettbewerb)

√ Umgestaltung Außengeländes Glashütte

√ Verfügungsfonds bürgerschaftliches Engagement 

+ neu: Machbarkeitsstudie zum Schulareal 

Entnehmen Sie die gesamte Pressemitteilung aus der



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Offenheit bei der Planung für Porz
PORZ: NEUE MITTE 
Politiker werben um Akzeptanz für demokratische Prozesse
Die Kritik des Bürgervereins „Bündnis Porz-Mitte“ an Einzelheiten der Planung und Umsetzung für die neue Porzer Mitte haben Bezirksvertreter kommentiert. 

 

Dieter Redlin von den Grünen betonte, in seinen Augen laufe die Planung in einem sehr offenen Verfahren. Zu den Grundprinzipien der parlamentarischen Demokratie gehörten aber bestimmte Abläufe, „an die habe nicht nur ich mich zu halten“. Er wünscht sich, dass Menschen in verschiedenen Vereinigungen sich „einmal vorher bewusst werden, ob sie die Aufgaben-Zusammenhänge zwischen Bürgern, Politik und Verwaltung beachten wollen“. Die Fraktionen in der Bezirksvertretung verweigerten kein Gespräch im Beirat. 

 Vertrauen in die Politik

Zum Dechant-Scheben-Haus sei es „mehr als verständlich, wenn wir als Politiker vor Ort keine Aussagen zu einem laufenden Verkaufsverfahren geben. Für die Preisgestaltung und ob und wie Verträge geschlossen werden, muss auch das Vertrauen in die Politik sein, es richtig zu machen“. Redlin begrüßt es, wenn Bürger versuchen, sich einzubringen – aber nicht mit dem Ziel, „gefundene Ergebnisse zu torpedieren um die Politik in Misskredit zu bringen“. Damit werde das Vertrauen in eine gemeinsame Politik der gemäßigten Kräfte erheblich gestört.

CDU-Fraktionschef Werner Marx verweist gleichfalls auf das sehr transparente Verfahren bei der Vorbereitung und Verwirklichung des für Porz so wichtigen Projektes. 

Er beteuert, in der Bezirksvertretung arbeiteten die Politiker mit viel Herzblut daran, für Porz gute Ergebnisse zu erzielen, selbst wenn die Kommunalverfassung ihnen nur wenig Entscheidungsmöglichkeiten biete. Die gewählten Volksvertreter nähmen die Anregungen von Bürgern sehr ernst und seien gesprächsbereit; in naher Zukunft habe er sich mit Bündnisvertretern verabredet.

Rollenverteilung

Simon Bujanowski, Fraktionsvorsitzender der SPD, wünscht sich ein Nachdenken über die Rollenverteilung von Parteien und Bürgervereinen. Während in der Öffentlichkeit zuweilen der Eindruck entstehe, politische Gremien handelten vorwiegend nach parteilichen Interessen, werde Bürgervereinen eher zugebilligt, die gesamte Bürgerschaft zu vertreten. Tatsächlich aber sprächen die gewählten Parteienvertreter in den Gremien für die vielen Wähler, während Bürgervereine – bei allen guten Absichten – oft für eine bestimmte Gruppe und häufig nur zu ausgewählten Themen aktiv würden. Dem deutlichen Bedürfnis in der Bevölkerung, Wünsche durch Bürgervereine vertreten zu lassen, sollten Bujanowski zufolge die Parteien durch stetige Gesprächsbereitschaft – auch über neue Medien – Rechnung tragen. (bl)

Zwischenzeitlich gibt es von einem engagierten Bürger einen Leserbrief: 





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15.03.2018

 

Pressemitteilung des Bündnisses Porz Mitte zur anstehenden Ratssitzung am 20. März 2018, in der über den Kauf des Dechant-Scheben-Hauses durch die Stadt entschieden wird. 

Das Bündnis Porz-Mitte weist die Porzer Bürgerschaft auf den Ratstermin am 20.03.18 hin und auf die Möglichkeit zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung. Von besonderem Interesse dürfte der leider nicht-öffentliche Teil der Ratssitzung für Porz deshalb sein, weil auf dieser Ratssitzung darüber entschieden werden wird, ob die Stadt nun endlich das Dechant-Scheben-Haus kaufen wird oder nicht. Aus Sicht des Bündnisses steht einem Kauf nichts mehr entgegen. Die Stadt nutzt ja derzeit schon Kirchenland für die Baustellenzufahrt, ohne dies zu entgelten. Dies wird auch nach Bau von Haus 1 dauerhaft so sein, da das private Kirchenland sozusagen als öffentliche Wegefläche genutzt werden soll. Sollte die Stadt das DSH nicht kaufen, gerät die gesamte Planung zur Revitalisierung der Porzer Innenstadt in Gefahr. Der Ratsbeschluss zur Revitalisierung der Innenstadt mit drei neuen Gebäuden formuliert die Niederlegung des DSH als Voraussetzung und Ziel der Planung. Bei einer wie auch immer begründeten Umsetzung der Pläne abseits dieser Vorgaben wird das DSH das Porzer Zentrum mit dichter stehender Bebauung in eine dunkle Ecke verwandeln. Eine Restfläche für Markt oder Veranstaltungen wird es dann nicht mehr auf dem Friedrich-Ebert-Platz geben.

Das bis zu 15 Meter hohe Gebäude von Haus 1 rückt auf weniger als 8 Meter an das Dechant-Scheben-Haus heran, so dass ein enger, schluchtartiger und dunkler Angstraum entstehen wird, der einer Belebung der Innenstadt zuwider läuft. 



Zukünftiger Angstraum? Blick auf Haus 1, St. Josef und das Dechant-Scheben-Haus vom Dach des Hertie


Quelle: Bündnis Porz-Mitte /Niclas Molitor und Yekda Cam (Hochschule Trier) 


Das Bündnis hält allerdings auch das bisherige Vorgehen der Stadt für bedenklich: dass die Baustelle bereits begonnen wird, ohne dass man die nötigen Voruassetzungen für die Umsetzung der nachfolgenden Schritte überhaupt schon geschaffen hat, untergräbt das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in eine weitsichtige Planung von Verwaltung und Politik, wie auch die suboptimale Baureihenfolge, die dazu führen wird, dass der Baustellenverkehr für Haus 2 und 3 über die Josefstraße erfolgen müssen wird. Bei einem solchen Vorgehen erscheint es fraglich, ob man in Köln der Revitalisierung der Porzer Innenstadt die erforderliche Priorität zukommen lässt und sie mit der nötigen Umsicht und Sorgfalt angeht.

Das Bündnis fordert die Ratsvertreter über alle Parteigrenzen dringend dazu auf, nun mit Kauf und Niederlegung  des D-S-H der Porzer Innenstadt endlich den Freiraum zu verschaffen, mit dem die Revitalisierung gelingen kann. Dies ist nur mit Kauf und Niederlegung des D-S-H möglich. Dabei gilt es auch zu beachten, dass ein zügiger Vollzug der Niederlegung den Abtransport des Bauschutts über die Hauptstraße ermöglicht und die Fußgängerzone in der Bahnhofstraße so von schwerem Baugerät verschont bleiben kann. Analog sollte auch eine geänderte Baureihenfolge beschlossen werden, damit die verbleibenden Geschäfte in den Fußgängerzonen von Bahnhofstraße und Josefstraße nicht weiter durch schweren Bauverkehr in Mitleidenschaft gezogen werden. 

http://www.buendnis-porz-mitte.de/ 

https://www.ksta.de/koeln/porz/kritik-an-der-planung-fuer-porz-mitte-buergerbuendnis-fuerchtet-ein--desaster--29860190?dmcid=sm_em

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07.03.2017

Pressemitteilung des Bündnisses Porz Mitte zur Mitgliederversammlung am 21.02.2018 und zu aktuellen Problemen bei der Revitalisierung der Porzer Innenstadt 

Am 21.02.2018 fand in der Glashütte die Mitgliederversammlung des Bündnisses Porz-Mitte statt, eines überparteilichen, demokratischen Zusammenschlusses von über 300 Porzerinnen und Porzern.

Auf dem ergebnisreichen Abend wurde noch einmal eindringlich das sich abzeichnende Desaster bei der Baustellenlogistik skizziert. Wenn nach dem Abriss des Herties Haus 1 auf dem Friedrich-Ebert-Platz zuerst gebaut werde, werde für Haus 2 und 3 so der Baustellenzugang von der Hauptstraße verbaut und danach wäre es unvermeidbar, dass durch die Fußgängerzonen Bahnhofstraße und Josefstraße die schweren Baulaster donnerten, was den dortigen Geschäften erheblich zusetzen dürfte. Statt Schoko-Streuseln auf dem Eis gibt es dann Betonstaub. Unverständlich war für das Bündnis, warum die regierenden politischen Parteien nicht nach einer konstruktiven Lösung suchten, sondern das absehbare Desaster ungerührt auf sich zukommen ließen. Auch beim Dechant-Scheben-Haus äußerte sich das Bündnis verwundert darüber, dass seitens der regierenden Parteien wenig Druck aufgebaut würde, damit der Abriss im Einklang mit den übrigen Baumaßnahmen vollzogen würde und nicht erst nach Fertigstellung von Haus 1, wenn dann auch dieser Bauverkehr nur über die Fußgängerzone abgewickelt werden könne.

Bedauern äußerte das Bündnis darüber, dass die regierenden Parteien sich einem Gespräch bisher verweigert hätten, obwohl das Bündnis dezidiert überparteilich sei, und Mitglieder aus allen Parteien in der BV auch in seinen Reihen vertreten wären.

Das Bündnis zeigte sich zudem sehr verärgert über die städtische Informationspolitik im Beirat und war ebenso erschrocken über das Vorgehen der Stadt beim ISEK. So sei der Beirat von wichtigen Informationen ausgeschlossen worden. Bei einer Begehung im Sommer 2017 wären Investor, NRWurban und das Ministerium anwesend gewesen, der Beirat wurde erst nachträglich informiert. Und bei der Gestaltung der Fassaden der zukünftigen Gebäude 1,2 und 3 in der neuen Mitte werde der Beirat gar nicht erst befragt. Das mag bei den privaten Investoren von Haus 2 und 3 eine Frage des Entgegenkommens der betreffenden Investoren sein, bei Haus 1 aber ist die städtische Gesellschaft moderne stadt der Investor und insofern sieht das Bündnis keinen Grund, warum lediglich der Bürgeramtsleiter als Vertreter des Beirats an den Beratungen teilnehmen soll, zumal dieser vor der ersten Sitzung keine Möglichkeit mehr habe, mit dem Beirat Rücksprache zu halten und gerade Gebäude 1 nach der jetzigen Planung als Leitobjekt eine richtungsweisende Rolle zukomme. Hier fordert das Bündnis eine bessere Beteiligung des Beirates.

Zudem fehlten im Beirat wichtige Akteure, die für die Revitalisierung wichtig seien. Angsträume, wie die KVB-Haltestelle oder dunkle Ecken in Porz-Mitte, machten eine Beteiligung der entsprechenden Akteure wie z.B. der Polizei im Beirat sinnvoll. Das Bündnis fordert, dass analog zu Beiräten in anderen Städten das Verkehrsunternehmen und die Polizei (z.B. u.a. für die Erstellung eines von der Bürgerschaft gewünschten Sicherheitskonzeptes) am Beirat beteiligt werden und dort mit Sitz und Stimme vertreten sind. Ein Unding sei es auch, dass angesichts der Bevölkerungszusammensetzung in Porz-Mitte kein Vertreter für Bürger mit Migrationshintergrund dem Beirat angehöre, obwohl über bestehende Organisationen ja entsprechende Vertreter einzubinden möglich gewesen wäre.

Zorn rief das Vorgehen der Stadt in Bezug auf das ISEK auf der letzten Beiratssitzung am 29.01.18 hervor. So wurden u.a. alle sozialen Projekte gestrichen, weil sie nach Auskunft der Stadt nicht durch Mittel für die Städtebauförderung gefördert werden können. Durch diese massiven Streichungen sei das Etikett „Integriertes Konzept“ ein Schwindel, durch den auf der Beiratssitzung deutlich werdende Mangel an konkreten Planungen auch kein wirkliches städtisches Entwicklungskonzept.

Neben den sozialen Projekten solle, so die Forderung des Bündnisses, die Stadt auch den Wünschen der Bürgerschaft entsprechend bauliche Ideen aufnehmen und Fördermöglichkeiten aus anderen Töpfen auftun (wie z.B. beim Projekt „Starke Veedel“ den Europäischen Sozialfonds) oder eben Eigenmittel bereit stellen. Hier kündigte das Bündnis an, in Kürze dem Defizit bei konkreten Planungen mit konkreten eigenen Vorschlägen zu begegnen. 

Schließlich beschloss man, massiv sich dagegen zu wehren, dass der bisher sehr einheitliche und deutliche Wunsch der Bürgerschaft nach Verbleib der Musikschule und Neubau der Grundschule am jetzigen Standort im ISEK bisher ignoriert wird. 

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01.02.2018

      Vernetzte Gemeinschaft setzt sich für Wildblumenwiesen und gegen die                                        Bienensterblichkeit im Stadtbezirk Porz ein 


Die vernetzte Gemeinschaft der Bürgervereine Gremberghoven, Langel, Libur, Porz-Mitte, Poll, Wahn-Wahnheide-Lind, Urbach, Zündorf, der Bürgervereinigung Ensen-Westhoven, der Grengeler Ortsgemeinschaft und dem Förderkreis Rechtsrheinisches Köln setzen sich im Stadtbezirk Porz für die Anlage von Wildblumenwiesen ein.


Mehrere Flächen in den verschiedenen Porzer Ortsteilen haben die jeweiligen Vorstände der Bürgervereine bereits ins Visier genommen, mit der Absicht, diese im Laufe des Jahres in Wildblumenwiesen umzugestalten.


(Bild: Urheber "Vernetzung")

Die Auswahl der bisher meist als Rasenflächen genutzten Grünareale ist nicht so einfach. Bestimmte Voraussetzungen, wie die Vermeidung von Durchgangsflächen oder Flächen, die hauptsächlich von Hundehalten – zur Verrichtung des “Geschäftes“ ihres Vierbeines- genutzt werden, sollten erfüllt sein.

Auch das Saatgut muss aufgrund der Bodenbeschaffenheit in unserem Stadtbezirk gewisse Anforderungen erfüllen. Dies stellt eine Wissenschaft für sich dar, das haben die Vorsitzenden der Bürgervereine bei ihren Recherchen bereits gemerkt.

Durch die Anlage von Wildblumenwiesen innerhalb des Stadtbezirkes setzt die vernetzte Gemeinschaft ein Zeichen gegen die zunehmende Insektensterblichkeit und insbesondere gegen die signifikante Sterblichkeitsrate der Wildbienen.

52% der deutschen Bienenarten stehen auf der roten Liste der wirbellosen Tiere.

 Jede 10. Wildbienenart (insg. 500 Arten) ist vom Aussterben bedroht.

Die Ursachen sind meist Monokulturlandschaften (z.B. Mais), Milbenbefall und Pestizide.

Nach der Meinung der Vernetzung können insbesondere im urbanen Raum, selbst auf noch so kleiner Fläche, die Lebensbedingungen für die Insekten und der Bienen deutlich gesteigert werden. Die Bienen sind Hauptbestäuber in unserem terrestrischen Ökosystem und damit von außerordentlicher Bedeutung.

Bienen und andere Insekten erbringen einen volkswirtschaftlichen Nutzen von 22 Milliarden Euro/Jahr europaweit durch Bestäubungsleistung.

Millionen und Abermillionen Bienen sind in den letzten Jahren einfach verschwunden, ganze Völker auf einen Schlag gestorben. Es ist Zeit, dass sich etwas tut!   Tatsache ist: Es geht um mehr als Honig!

 

 

 

https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/koelner-wochenspiegel/porz/steril-kann-niemand-leben-jeder-kann-einen-beitrag-gegen-den-insektenschwund-leisten-29731244 

 

 

Bei uns in Langel existieren schon seit Jahren derartige Wildbienenwiesen, die unsere örtlichen Landwirte hegen und pflegen.

 

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14.12.2017

PROJEKT Geschwindigkeitsanzeigesystem - auch bei uns in Langel

für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkeh

Smiley/Sadly für unsere Kids und andere Verkehrsteilnehmer

https://www.ksta.de/koeln/porz/mit-messgeraeten-gegen-die-raser-porzer-hoffen-auf-vernunft-der-autofahrer-29401684 

https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/koelner-wochenspiegel/porz/tempomessung-mit-gefuehlen-vernetzte-buergervereine-starten-ein-langjaehriges-projekt-28979578?dmcid=sm_em 


Das Projekt wurde gestartet, die ersten Geräte hängen in Libur, Urbach und Wahnheide. Hier gebühren Frau Fakhim-Haschemi, 1. Vorsitzende des Urbacher Bürgervereines e.V. und Herrn Hans Baedorf, 1. Vorsitzender des Bürgervereines Zündorf e.V. ein ganz großes Lob. Sie haben die Arbeit mit den Genehmigungsverfahren und die Kontakte mit den Sponsoren alleine bewältigt.

Der WDR berichtete am 14.12.2017 ab 19:30 Uhr in der Lokalzeit.

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-radarsmileys-fuer-porz--100.html 

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der vernetzten Bürgervereine Porz/Poll und dem Förderkreis Rrh. Köln. Die Kosten von ca. 9.000,00 Euro wurden gesponsert -> AXA - NL Agentur Krey, Flughafen KölnBonn, Dachser Spedition, PORTA, SECTEC, Krankenhaus Porz, Augencentrum Köln, Optik Jahn <- und unterstützt durch die Stadt Köln, RADARLUX und die Johanniter.


      die Vorsitzenden der Bürgervereine Langel, Libur, Porz-Mitte, Urbach, Wahn-Wahnheide-Lind, Zündorf sowie                                                                                             Förderkreis Rrh. Köln 


                                               die Vertreter und Vertreterinnen der Sponsoren

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01.09.2017/aktualisiert am 9.9.2017/aktualisiert am 10.10.2017

Entlastung des Verkehrs im rrh. Kölner Süden -> Porz

Auszug aus dem "offenen Brief der "Vernetzten Gemeinschaft der eingetragenen Orts- und Bürgervereine Porz/Poll sowie dem Förderkreis rrh. Köln:

" In den vergangenen Jahren wurde in Porz und dem Rhein-Sieg Kreis die Errichtung neuer Wohneinheiten stark vorangetrieben; eine Anpassung der Infrastruktur blieb jedoch aus. Die Folgen sind eine starke Überlastung des Porzer Straßennetzes mit Staubildung - nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten - und die daraus resultierende Belastung mit Feinstaub und Stickoxiden.

Deshalb fordern wir als vernetzte Gemeinschaft eine zeitnahe Verkehrsentlastung für Porz!

Die als Landesstraße geplante L82-6n beginnt am Loorweg (K22), kreuzt die Wahner Straße ( K23 ), nutzt ein Teilstück der bereits bestehenden Poststraße mit der dort vorhandenen ICE-Unterführung, kreuzt die Frankfurterstraße (BS), um dann zwischen Wahn und Eisdorf an die A59 in Form einer Doppelausfahrt z.B. "Wahn 1 u. Wahn 2 oder Wahn Nord und Wahn Süd" anzuschließen. "

 

Lesen Sie den Gesamt-Text unter:




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14. Dezember 2016 / 23. Dezember 2016

Die IG Langel ist auch im "Bündnis für Porz-Mitte" vertreten.

Wir informieren anhand einer Pressemitteilung über die Vorstandsarbeit des Bündnisses

In der Vorstandssitzung vom 12.12.2016 wurde der Vorstand des Bündnisses erweitert und umstrukturiert. Nach der Mitgliederversammlung vom 21.11.2016 konnten als neue Vorstandsmitglieder Herr Hans Baedorf, Frau Margarete Even, Frau Fakhim-Haschemi, Herr Michael Gras, Herr Philipp Neuhaus und Herr Jochen Reichel begrüßt werden.

Gleichzeitig sind nun Herr Karl Heinz Tillmann, Herr Jürgen Breuer, Frau Sigrid Alt und Frau Anita Mirche aus dem Vorstand ausgeschieden. Wir bedauern dies und danken Ihnen sehr für die von ihnen in den letzten Monaten geleistete Arbeit.

Herr Tillmann hatte das Amt als Vorsitzender des Bündnisses auf Wunsch der Vorstandsmitglieder nach dem Rücktritt von Reinhard Vogt übernommen und schon damals gesagt, dass er es so lange ausüben würde, bis sich eine längerfristige Personalie finden würde. Er bleibt dem Bündnis erhalten und wird in der Sache in einem AK weiter mitarbeiten. Herr Philipp Neuhaus wurde am Montagabend kommissarisch zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wir freuen uns darüber außerordentlich, denn Philipp Neuhaus steht für eine stärkere Beteiligung der Jugend an der Entwicklung von Porz-Mitte. Der bisherige Vorsitzende Karl-Heinz Tillmann hat Herrn Neuhaus zugesichert, ihn bei der Aufnahme seiner Arbeit zu unterstützen. Hierfür möchten wir Herrn Tillmann ebenso wie für sein großes Engagement zunächst als Geschäftsführer und später als Vorsitzender des Bündnisses ausdrücklich danken und freuen uns, dass er dem Bündnis in einem Arbeitskreis erhalten bleibt. Neben den neuen Mitgliedern gehören dem Vorstand weiterhin Frau Waltraud Bauer, Herr Stephan Demmer und Herr Patrick Wiesner an, die ebenso wie Herr Dr. Klaus Schäfer (Geschäftsführer) ihre Arbeit in dem nun neu aufgestellten Vorstand fortsetzen. 

Der gesamte Vorstand wird Philipp Neuhaus unterstützen und blickt zuversichtlich auf ein konstruktives Miteinander zum Wohle von Porz. Wir setzen auf die aktive Unterstützung der Bündnismitglieder und das Know-how unserer engagierten Arbeitskreise und hoffen, dass im neuen Jahr viele neue Mitglieder, nicht nur, aber besonders auch aus der Porzer Jugend das Bündnis verstärken, ihm eine gemeinsame Stimme in ganz Porz verleihen und sich aktiv bei der Entwicklung des Integrierten Handlungskonzeptes für Porz-Mitte einbringen.

Ziel in den kommenden Monaten wird es sein, zum einen eine Visualisierung der geplanten Bauprojekte voranzutreiben und zum anderen sich an die inhaltliche Feinarbeit bei der Umgestaltung von Porz- Mitte zu machen. Dabei ist es uns ein Anliegen die Interessen der Porzer Bürgerschaft in guter Zusammenarbeit mit der Porzer Bezirksvertretung, dem Beirat, der Stadtverwaltung, dem Investor 'moderne stadt', dem Träger des Integrierten Handlungskonzeptes NRW.urban und dem Rat der Stadt Köln angemessen zu vertreten.

Für den Vorstand

Philipp Neuhaus, kommissarischer Vorsitzender

Dr. Klaus Schäfer, Geschäftsführer

Michael Gras, Vorstandsmitglied

AKTUALISIERUNG

Wie zwischenzeitlich aus verschiedenen Quellen zu erfahren war, hat Frau Glombek erklärt, dem neuen Vorstand nicht mehr anzugehören.

Wir berichten, wenn und wie sich Aktivitäten entwickeln.