Bürgerverein Porz-Langel e.V.

gemeinsam für ein liebenswertes Langel mit dörflichem Charakter 


viel Spaß beim Nachlesen, was bei uns „im Dörp“ so alles passiert 

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J  a  n  u  a  r



 

 
Ein Tagesordnungspunkt bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Porz am 30. Januar 2020 ist 

 

"Städtebauliches Planungskonzept vorhabenbezogener Bebauungsplan – An der Mühle – in Köln-Porz-Langel  -  Anhörung der Bezirksvertretung Porz zu den Ergebnissen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung, Beschluss über die Änderung des Geltungsbereiches, Beschluss über die Vorgaben zur Ausarbeitung des vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurfes".

 

Wir hatten bereits im Herbst 2019 nachgefragt, ob und wann mit der Veröffentlichung der  Niederschrift über die Öffentlichkeitsveranstaltung am 25.9.2019 gerechnet werden konnte und erhielten als Antwort, dass dies Teil der Anhörung der Bezirksvertretung Porz zum Planungskonzept sein wird.

 

 

Hier nun ein  Teil-Auszug aus der 

 

 

N I E D E R S C H R I F T

 

über die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum städtebaulichen Planungskonzept "An der Mühle" in Köln-Porz-Langel"

 

Veranstaltungsort: Jacob-Engels-Halle Hinter der Gasse , 511134 Köln-Porz-Langel

 

 

Termin:          25.09.2019

 

Beginn:          19.00 Uhr

 

Ende:             20.15 Uhr


Besucher: circa 130 Bürgerinnen und Bürger

Teilnehmer/-innen:                            

 

Vorsitzender:   

 

Herr Henk van Benthem, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirkes Porz

 

Verwaltung:

 

Herr Greitemann, Beigeordneter des Dezernates Stadtentwicklung, Planen und Bauen

 

Herr Minkus, Vorsitzender des Gestaltungsbeirat

 

Herr Tuch, Stadtplanungsamt

 

Frau Schlömer, Stadtplanungsamt

 

Vorhabenträger: Herr Brings, Aditon KG

 

Entwurfsplanung: Herr Keuthen, NEW Architekten

 

Bebauungsplanung: Herr Haase, Büro H + B Stadtplanung

 

Niederschrift: Herr Haase, Büro H+ B Stadtplanung

 

 

Herr Bezirksbürgermeister van Benthem eröffnet die Versammlung um 19 Uhr. 

 

Er begrüßt die anwesenden Bürgerinnen und Bürger und die anwesenden Vertreter der politischen Parteien. Danach stellt er die Teilnehmer des Podiums vor und erläutert den Ablauf der Veranstaltung mit Vorträgen und anschließender Diskussion.

Er weist aus datenschutzrechtlichen Gründen darauf hin, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird, damit darüber eine Niederschrift angefertigt werden kann.

Herr Beigeordneter Greitemann begrüßt die anwesenden Bürgerinnen und Bürger. Er erläutert, dass er bewusst an der Versammlung teilnimmt, da das Projekt intensiv im Gestaltungsbeirat diskutiert wurde und er möchte auf die Einschätzungen vor Ort zu diesem Vorhaben reagieren können.

Seit dem Einleitungsbeschluss Ende 2016 wurde mit dem Investor und seinem Architekten sowie möglichen Betreibern des Marktes die Planung weiterentwickelt. Er unterstreicht, dass sich das Bebauungsplanverfahren am Anfang befindet und neben der heutigen frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung mindestens eine weitere Beteiligung (Offenlage) durchgeführt wird. Anregungen können bis zum 09.10.2019 an Herrn Bezirksbürgermeister van Benthem gesendet werden.

Herr Bezirksbürgermeister van Benthem bittet die Vertreter der politischen Parteien von eigenen Wortbeiträgen Abstand zu nehmen, da dies eine Öffentlichkeitsbeteiligung ist. Um eine fundierte Diskussion führen zu können, bittet er um Nutzung der Mikrofone, damit die Wortbeiträge in der Niederschrift widergegeben werden können.

Herr Tuch geht in seinem Vortrag darauf ein, dass bereits ein Bebauungsplan für ein Wohngebiet vorhanden ist, auf dessen Grundlage die neue Planung aber nicht umgesetzt werden kann. Daher ist ein neuer Bebauungsplan erforderlich. Er erläutert die Verfahrensschritte eines Bebauungsplanes anhand einer vorbereiteten Präsentation. Die Bezirksvertretung Porz und der Stadtentwicklungsausschuss haben den Einleitungsbeschluss gefasst. Der heutige Termin diene der Sammlung der Anregungen zur vorliegenden Planung, da aus der Erfahrung die Bürgerinnen und Bürger vor Ort relevante Einschätzungen zu einem Plangebiet abgeben können (frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung). Herr Tuch führt weiter aus, dass der Bezirksvertretung Porz und anschließend der Stadtentwicklungsausschuss im Rahmen eines Vorgabenbeschlusses entscheidet, wie mit den Anregungen umgegangen wird und in welcher Form das Planverfahren weiterbetrieben wird. Auf Grundlage dieser Beschlussfassung beginnt die Ausarbeitung des Bebauungsplanentwurfes (mit Begründung, Umweltbericht, Fachgutachten). Der Bebauungsplanentwurf wird der Öffentlichkeit im Rahmen der sogenannten Offenlage für die Dauer eines Monats im Stadtplanungsamt zur Stellungnahme öffentlich ausgelegt. Die Unterlagen stehen auch vollständig auf der Homepage der Stadt Köln zur Einsichtnahme bereit. Danach gibt es zwei Varianten des Verfahrens. Entweder werden durch die Anregungen keine Änderungen erforderlich und der Satzungsbeschluss durch den Rat der Stadt Köln kann erfolgen. Oder es kommt durch die Anregungen zu einer Änderung des Bebauungsplanentwurfes, was zu einer erneuten Offenlage führt.

Da frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligungen in Bebauungsplanverfahren von den jeweiligen Bezirksvertretungen durchgeführt werden, sind schriftliche Stellungnahmen bis zum 09.10.19 an den Bezirksbürgermeister zu richten.

Der Einleitungsbeschluss aus dem Jahre 2016 wurde auch 2016 gefasst und bekannt gemacht. Der Gestaltungsbeirat hat im Juni 2019 den aktuellen Planungsstand beraten.

 Herr Tuch weist darauf hin, dass eine Niederschrift der Veranstaltung angefertigt wird und im Vorfeld durch Flyer und Plakate über die Möglichkeiten zur weiteren Information hingewiesen wurden.

Im Flächennutzungsplan (FNP) ist das Plangebiet als Wohnbaufläche dargestellt und die vorliegende Planung entspricht der Darstellung des FNP. Der Bebauungsplanentwurf ist daher aus dem Flächennutzungsplan entwickelt.

Herr Keuthen stellt das konkrete Projekt vor, dass sich am Ortseingang von Langel  befindet und dort zu einer Adressierung beitragen soll. Die aktuelle Planung ist das Resultat verschiedener Varianten an dieser Stelle, die mit dem Gestaltungsbeirat abgestimmt und weiter vertieft wurden.

Die Planung sieht einen sogenannten „Riegel“ circa 35 m abgesetzt von der Lülsdorfer Straße, und ein sogenanntes „Punkthaus“ mit den Maßen von circa 15 x 15 m direkt an der Straße als straßenbegleitende Bebauung vor. Beide Gebäude sind mit drei Vollgeschossen und einem „Staffelgeschoss“ geplant, welche zwischen der Neubauarchitektur und der Bestandsbebauung vermitteln sollen. Der Parkplatz befindet sich vor dem „Riegel“, wodurch die Wohnbebauung Am Weingartsberg abgeschirmt und der Versorger für die Kunden an der Lülsdorfer Straße aus sichtbar wird. Die Forderungen aus dem Gestaltungsbeirat mit einem großzügigen Heckenbestand und Baumbestand entlang der Lülsdorfer Straße, eine räumliche Wirkung zur Straße zu erzielen, wurden berücksichtigt. Die Rückseite des Vorhabens soll autofrei sein und die Freiflächen den verschiedenen Nutzungen zugeordnet werden. Die Topographie des Geländes weist einen Höhenunterschied von der Lülsdorfer Straße bis zum rückwärtigen Grundstücksbereich von 2 bis 4 m auf.

Als Nutzungen sind ein Versorger mit circa 800 qm Verkaufsfläche und eine ähnlich große Fläche für Anlieferung, Lagerflächen, Kühlräume sowie ein Café/Bäcker mit darüber liegenden Wohnnutzungen im „Punkthaus“ geplant. Im Detail gibt es im Gebäuderiegel circa 28 1- und 2-Zimmerwohnungen und einige 3-Zimmerwohnungen, zumeist als geförderte Wohnungen sowie zwei Pflegewohngruppen von jeweils 400 qm Größe. Diese haben einen rückwärtigen Ausgang zum sogenannten Gartenbereich.

Die Ansichten und Querschnitte zeigen den Höhenunterschied im Gelände und auch die Höhe der geplanten Baukörper mit dem in das Gelände geschobenen Supermarkt.

Der Gebäuderiegel ist sowohl horizontal wie vertikal gegliedert. Die Vorderseite zur Lülsdorfer Straße besitzt im 1. Obergeschoss eine durchgehende Arkade mit dahinterliegenden Loggien. Das Dachgeschoss mit den vier Aufbauten folgt einem Rhythmus und dazwischen werden begehbare Terrassen vorgesehen.

Es wurde den Vorgaben aus dem Beschluss (StEA 28.06.2018 (1640/2018)) gefolgt, möglichst wenige Stellplätze vor dem Gebäude zu schaffen. Darum werden einige Stellplätze für die Bewohner sowie die Anlieferung für den Supermarkt im Gebäude untergebracht. Die Wohnungen sollen über die rückwärtige Seite des Gebäudes von der Straße An der Mühle nur zu Fuß erreichbar sein und nicht über den Parkplatz. Über die Treppenanlage neben dem Riegel wird der rückwärtige Bereich erschlossen. Die Rückseite des Riegels kann nach den Vorgaben der Barrierefreiheit auch durch Rampenanlagen von der Straße An der Mühle erreicht werden.

Die Materialwahl der Fassaden wurde auch im Gestaltungsbeirat diskutiert und ist jedoch zu diesem frühen Zeitpunkt noch offen. Zum Abschluss erläutert Herr Keuthen noch das Foto des Architekturmodells, an dem die einzelnen Planungsschritte erarbeitet wurden.

Herr Haase erläutert das weitere Bebauungsplanverfahren: Dazu gehören auch notwendigen Gutachten, wie Verkehrsgutachten, Lärmgutachten sowie Umweltgutachten wie Artenschutz, Boden, Landschaftspflegerischer Fachbeitrag und das Thema Regenwasser, Hochwasser und Starkregen. Darüber hinaus gibt es ein Energiekonzept als aktuelle Forderung von der Stadt Köln Zwischen der Stadt und der Vorhabenträgerin wird ein Durchführungsvertrag mit weiteren Regelungen zur Durchführung des Vorhabens (z.B. Durchführungsfristen) geschlossen.

Herr Beigeordneter Greitemann ergänzt, dass bezüglich der bekannten Hausmülldeponie von der Stadt ein Sanierungskonzept erwartet wird. Außerdem liegt das Plangebiet am Rande eines Überschwemmungsgebietes des Rheins, was ebenfalls durch gutachterliche Stellungnahmen im Rahmen des Bebauungsplanes überprüft wird.

Herr Bezirksbürgermeister van Benthem bedankt sich für die einleitenden Vorträge und gibt die Diskussion frei. Er begrüßt noch weitere Vertreter politischer Parteien.

Er verzichtet zur Beschleunigung des Ablaufes auf das Ausfüllen der bereitliegenden Zettel für die Anregungen und bittet die Fragen und Anregenden an den bereitgestellten Mikrofonen, unter Angaben des Namen vorzutragen.

Herr Beigeordneter Greitemann erläutert die Wichtigkeit der Namensnennung für die Dokumentation der Veranstaltung und der späteren Abwägung. 

 

Mehr zu lesen: 








https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?frame=0&__kvonr=92020&voselect=21897






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           Neues zum Thema "Rheinspange A553"


Die ausführlichen Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung zur Rheinspange liegen vor. Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei exemplarische Trassenführungen der Rheinspange auf ihre verkehrlichen Wirkungen hin geprüft. Die Resultate geben unter anderem Auskunft darüber, in welchem Umfang die Rheinbrücken in der Region durch die beispielhaften Varianten jeweils entlastet würden.

Für die Verkehrsuntersuchung wurde ein Untersuchungsraum abgegrenzt, der deutlich größer ist als der eigentliche Planungsraum für die Rheinspange: Er ist im Norden durch die A1, im Westen durch die A61, im Osten durch die A3 und im Süden durch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz begrenzt. Aus einer Bestandsaufnahme mit Verkehrserhebungen und Routenverfolgungen wurde zunächst ein Verkehrsmodell für die aktuelle Verkehrssituation abgeleitet. Auf dieser Basis konnten die Verkehrsverhältnisse für das Jahr 2030 prognostiziert werden.

VERGLEICH ZWEIER BEISPIELTRASSEN

Als Prognose-Planfälle für 2030 wurden zwei beispielhafte Varianten untersucht: Eine nördliche Variante ist im Westen an der heutigen Anschlussstelle (AS) Godorf an die A555 angebunden, im Osten an der heutigen AS Lind an die A59. Eine südliche Variante beginnt im Westen an der heutigen AS Wesseling, im Osten liegt die Anbindung an die A59 zwischen den heutigen AS Lind und Spich. Bei beiden Varianten gibt es auf der östlichen Rheinseite eine neue Anschlussstelle auf Höhe der Stadt Niederkassel. Bei diesen Planfällen handelt es sich ausdrücklich nur um Beispielvarianten der Rheinspange: Sie sollen lediglich dabei helfen, die verkehrlichen Auswirkungen einer nördlichen und einer südlichen Variante miteinander zu vergleichen.

NEUE RHEINSPANGE ENTLASTET RHEINBRÜCKEN IN DER REGION

Aus der Verkehrsuntersuchung lässt sich unter anderem ableiten, welchen Entlastungseffekt der jeweilige Planfall für die Rodenkirchener und die Bonner Friedrich-Ebert-Brücke hat. Beim nördlichen Prognose-Planfall für das Jahr 2030 wird die Rodenkirchener Brücke gegenüber dem Prognose-Bezugsfall Rheinspange 2030 um bis zu 18.900 Kfz/24h im durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) entlastet. Für die Friedrich-Ebert-Brücke bedeutet dieser Planfall bis zu 8.800 Kfz weniger am Tag. Die Rheinspange A553 nimmt in diesem Fall einen DTV von bis zu 63.700 Kfz/24h auf der Rheinquerung und von bis zu 53.900 Kfz/24h zwischen der AS Niederkassel und der AS Lind auf.

Der südliche Planfall entlastet die Rodenkirchener Brücke im DTV mit bis zu 12.600 Kfz/24h, die Friedrich-Ebert-Brücke auf der A565 mit bis zu 13.600 Kfz/24h. In diesem Fall werden täglich bis zu 47.900 Kfz über die neue Rheinspange den Rhein queren. Der östliche Abschnitt der Rheinspange zwischen der AS Niederkassel und der Anbindung an die A59 wird von bis zu 54.500 Kfz/24h befahren.

BERICHT STEHT ZUM DOWNLOAD BEREIT

Den Textteil des Berichts zur Verkehrsuntersuchung finden Sie hier *). Hier können Sie neben den detaillierten Ergebnissen auch die angewandte Methodik und die Herleitung der Resultate im Einzelnen nachvollziehen.

Ausführliches Tabellen- und Kartenmaterial hält der Anhang des Berichts bereit. Weil es sich um eine sehr große Datei handelt (439 MB), stellen wir Ihnen den Anhang hier **) gesondert zur Verfügung.


 *) 




**)






Quelle: 

https://rheinspange.nrw.de/ergebnisse-verkehrsuntersuchung/